Namibia – Desert Elephants – 31.12.2017

Namibia

** Namutoni **

31 Dezember 2017

Am frühen Morgen fuhr ich erst einmal zum klein Namutoni Wasserloch. Hier hatten sich drei Löwenbrüder angesiedelt, mal sehen, ob sie noch immer da sind.

Vor mir, auf dem Weg zum Wasserloch, liefen drei Tüpfelhyänen, auch ein netter Anfang.
Sie spielten etwas verstecken mit mir, tauchten aber immer wieder auf.
Von den drei Löwen-Brüdern war leider nichts zu sehen, auch sah ich keine frischen Spuren oder die Überbleibsel einer letzten Mahlzeit.
Dann also weiter zu den nächsten Wasserlöchern.
Erst einmal zum Klein Okevi, dann zum Groot Okevi, die beiden Wasserlöcher liegen kurz hintereinander. Das ist das schöne hier an Namutoni, die Wasserlöcher sind alle recht nahe beieinander.
Aber auch hier hatte ich kein Glück, nichts Aufregendes hat sich um die Wasserlöcher herum abgespielt.
Gut, dann fahren wir wieder zurück.
Kurz vor Klein Okevi lief mir ein Black Rhino über die Straße in Richtung Klein Okevi Wasserloch.
Das ist aber schön, dass mein Back Rhino noch immer hier ist. Also los zum Wasserloch und warten.
Hier hatte ich vor zwei Jahren das ultimative Erlebnis, zwei Black Rhinos bei der Paarung.
Man hatte mittlerweile dem Bullen das Horn gekappt, leider ein notwendiges Übel. Die Wilderei in Afrika nimmt immer mehr zu, wobei es hauptsächlich um das Horn der Nashörner geht.
Es ist nicht so schön anzuschauen, aber für das Tier überlebenswichtig. In dem ersten Halbjahr 2017 wurden alleine in Südafrika bereits 525 Nashörner gewildert. Die Zahlen aus Namibia habe ich nicht, aber auch hier ist es ein ernsthaftes Problem.

Das Rhino trank gemütlich am Wasserloch, wobei alle anderen Tiere einen respektvollen Abstand hielten.
Wenn ein Black Rhino zu einem Wasserloch kommt, dann gehört ihm das Wasserloch, basta.
Black Rhinos sind etwas aggressiver als White Rhinos und leben als Einzelgänger. Sie ernähren sich von den Blättern verschiedener Büsche, wogegen White Rhinos Grasfresser sind.
Das erklärt auch die verschieden geformten Mundpartien der beiden Spezies.
Beim White Rhino, eigentlich ein Übersetzungsfehler aus dem Afrikaans ins Englische, meinte Ursprünglich weiten Mund, haben einen flachen, weiten Mund.
Black Rhinos haben einen spitzen Mund, Triangel förmig, mit dem sie die Zweige der Büsche in einem 45 Grad Winkel abbeißen.
Die Zweige werden auch nicht verdaut und so kann man anhand des Dunghaufens, mit denen die Rhinos ihr Revier markieren, auch erkennen, ob es sich um ein White oder Black Rhino handelt.
Den Kopf trägt ein Black Rhino höher, wobei ein White Rhino mehr mit dem Kopf zum Boden gehalten läuft. Auch braucht es Wasserstellen mit Erde, wo es ein Schlammbad nehmen kann, worauf Black Rhinos verzichten.
Ein weiteres gutes Merkmal, die Jungen von einem Black Rhino laufen hinter den Eltern her, wobei die Jungen von White Rhinos vor den Eltern laufen.
Nun aber genug Field Guide Weisheiten, aber ihr sollt ja auch etwas lernen.
Das Wichtigste für alle, die Tiere lesen nicht immer dieselben Bücher wie wir, es kann auch immer Unterschiede beim ihrem Verhalten geben.

Es gab noch ein paar Geier zu bewundern, noch mehr Hyänen und zwei niedliche Dikdiks, die wohl in Paarungsstimmung waren …

… uund Giraffen beim trinken.
Die Nacht, obwohl es Sylvester war, verlief sehr ruhig, obwohl drei Overlander auf dem Campground standen und viele Leute hier waren.