Namibia – Desert Elephants – 30.12.2017

Namibia

** Olifantsrus Camp **

30 Dezember 2017

Obwohl ich ja Katrin Glück mit den Kunden gebracht hatte, verließ ich das Porcupine Camp an diesem Morgen und machte mich auf den Weg zu Etosha.
Ich wollte durch das relativ neue Galten Gate an der Westseite des Parks zum Olifantsrus Camp fahren. Gate und Camp wurden erst 2014 eröffnet und waren vor zwei Jahren noch ein echter Geheimtipp.
Vor zwei Jahren waren hier am Gate noch eine strenge Kontrolle mit vielen Belehrungen und die Befragungen nach Schusswaffen.
Dieses Jahr füllt man einfach einen Zettel aus und die Bezahlung der Parkgebühren ist auch nur in Bar möglich. Hat man nicht so viel Geld bei sich, dann soll man die Parkgebühr einfach beim nächsten Camp bezahlen, dort geht es auch mit der Visa Karte.
Das war es und schon darf man in den Park hinein fahren.
Wie das so mit Geheimtipps ist, sie bleiben nicht allzu lange geheim. Das Olifantsrus Camp war sehr voll, viele nutzen nun doch bereits das neue Gate und die riesige Menge an Tieren, die ich hier vor zwei Jahren sehen konnte, war auch auf einen kleinen Teil geschrumpft.
Immerhin bekam ich noch einen Stellplatz obwohl eigentlich alles ausgebucht sein sollte und konnte mein Zelt aufbauen, bevor ich zum Abend hin auf Gamedrive gehen wollte.

Das Olifantsrus Camp hat eine sehr interessante, aber traurige Geschichte. Es war einmal ein Elefantenschlachthof und zwischen 1983 und 1985 wurden hier 525 Elefanten geschlachtet.
Auf meinem Gamedrive habe ich nicht sehr viele Tiere zu sehen bekommen. Ein paar Elefanten zogen gerade von einem Wasserloch ab, von den vielen Elefantenherden, von vor zwei Jahren, war nichts zu sehen.
Ich hatte mein Elefantenglück wohl mit den Wüstenelefanten aufgebraucht.

An einem Wasserloch konnte ich einen Schakal beim Taubenfangen beobachten.

Dieses Verhalten der Schakale kannte ich bisher nur aus der Kgalagadi, ein tolles Erlebnis.

Etwas später am Abend beobachtete ich noch einen jungen Schakal, oder beobachtet er mich?
Ein Gewitter zog immer näher heran und der Wind frischte sehr auf.
Also besser zurück zum Camp zurück fahren, denn die Gewitter hier können sehr heftig werden. Da bin ich lieber bei meinem Zelt.