Namibia 2016 – Fairy Circles – Stage #06

Sesriem II

  • I'M BACK!
  • Es war ein guter Plan, Sesriem mit zwei Stopps auf diese Reise zu belegen.
  • Die Gewitter und Wolken haben sich verzogen. Nun erstrahlten die Vleis in ihrer vollen Farbpracht.
  • 6:40 Uhr, die Sonne erklimmt langsam die Dünen. Noch liegt das Vlei einsam und ruhig im Dämmerlicht.
  • Langsam aber unaufhörlich rinnt das Sonnenlicht in das Vlei.
  • Wie aus einer neuen Quelle frisches klares Wasser sprudelt, fließt das Licht immer tiefer in das Vlei.
  • Immer tiefer dringt das Licht ins Vlei vor, die Schatten werden länger und deutlicher.
  • Die Liebe und der Fluch des Fotografen. Die Schatten der Bäume möchte man haben, aber was macht man mit seinem Eigenen?
  • Dann ist es so weit, die Sonne erstrahlt völlig über dem Vlei.
  • Die Sonne steigt unerbittlich höher, die Farben werden härter, die Hitze steigt immer mehr an, langsam kommen die Touri Massen, es wird unruhig hier.
  • Es wird Zeit zu gehen und sich ein ruhiges, schattiges Plätzchen zu suchen.
  • Ich mache es dem Oryx nach. Gut, dass ich alles bei mir im Auto habe, so gibt es nun einen frischen Kaffee und Rührei mit Speck unter Büschen in der Wüste. Was muss man mehr haben?
  • Auf dem Weg zwischen den Dünen und dem Campground befinden sich die Feenkreise.
  • Aber Feenkreise gibt es nicht nur hier, sondern auch in Südafrika, Angola und sogar in Australien.
  • Aber haben sie auch eine mystische Ausstrahlung? Die Oryx scheint jedenfalls nichts davon zu bemerken.
  • Zum Sonnenuntergang bin ich wieder im Vlei.
  • Nur die Spuren im Sand verraten, wie viel Menschen den Tag über hier gewesen sind, jetzt bin ich glücklicherweise wieder allein.
  • Die Düne rechts befindet sich bereits im Schatten, die Bäume werfen lange Schatten, die sich klar und hart vom fast weißen Boden abheben. Je tiefer die Sonne sinkt, umso mehr explodieren die Farben. Die Dünen bekommen einen warmen Rotton, die Schatten der Bäume werden immer länger und dunkler.
  • Es war noch etwas früh den Sonnenuntergang und sehr warm in der Sonne. Ich besann mich einem afrikanisches Sprichwort: Setze dich an den Fuß eines Baumes, und mit der Zeit wirst du das Universum an dir vorbeizuziehen sehen.
  • Und das passierte dann tatsächlich auch. Zwar nicht das Universum zog an mir vorbei, aber ein Traum den ich schon lange Jahre hegte.
  • Von links kommt eine Oryxantilope durch das Vlei. Völlig entspannen, ohne Eile und Angst. Sie sah mich nicht an meinem Baum, auch witterte sie mich nicht, da der Wind aus ihrer Richtung kam.
  • Es ist eine Situation, die man nicht in Worte fassen kann. Ein Traum, der sich in die reale Welt herüber gezaubert hat. Das kann nicht sein, bin ich wirklich hier? Bin ich wirklich wach?
  • Ich bin so von der Situation dermaßen gefesselt, dass ich eine Ewigkeit nur dort sitzen und das die Oryx mit offenstehendem Mund beobachten kann. Wo will sie wohl hin? Am Ende des Vleis gibt’s es doch nichts, nur Big Daddy. Irgendwann erwache ich aus meiner Starre, dass ist Real, da läuft eine Oryxx durch das Vlei und du machst keine Fotos?
  • Sonnenaufgang im Sossusvlei. Sonnenaufgang im Sossusvlei, auch die Oryx genießt ihn.
  • Um diese Tageszeit ist es hier noch ruhig und die Tiere haben sich noch nicht in die unzugänglichen Bereiche zurückgezogen.
  • Es ist schön, diese Tagestunde und diese Ruhe auch einmal zu zweit zu genießen.
  • Auf dem letzten Weg ins Vlei.
  • Minimalismus
  • Im Deadvlei dominieren vier Farben: Blau Orange Beige-Weiß Schwarz-Braun
  • Der letzte Abend hier. Noch einmal nehme ich die Landschaft, die Wärme, die Farben und die Ruhe in mir auf. Leider bekomme ich an diesem Abend keinen Besuch.