Namibia 2016 – Fairy Circles – Stage #05

From Luderitz to Sesriem

  • Genau durch diese Wanderdünen entdeckten 1908 ein Bahnarbeiter beim Freiräumen der Eisenbahnschienen die ersten Diamanten.
  • Es geht wieder in das Landesinnere, vorbei an den Wüstenpferden oder auch den namibischen Wildpferden. Über die Herkunft der wilden Pferde wird schon seit Jahrzehnten gerätselt.
  • Es seien Pferde der deutschen Schutztruppe der damaligen Deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, die während des Ersten Weltkrieges um 1915 verloren gingen. Sie würden aus der Pferdezucht Duwisib, des ehemaligen Schutztruppenoffiziers Hansheinrich von Wolf stammen.
  • Es handele sich um Nachkommen der Trakehner, die gegen Anfang des 20. Jahrhunderts von einem deutschen Baron ins heutige Namibia gebracht wurden und aufgrund der Kriegsereignisse in die Wüste entliefen.
  • Sicher ist jedoch nur eines: Ursprünglich hat es keine Pferde im südlichen Afrika gegeben. Sie wurden von den Europäern bei der Besiedlung importiert. Daher kann es sich bei den wilden Pferden der Namib nicht um echte Wildpferde, sondern nur um verwilderte Pferde handeln.
  • An diesem Vormittag waren keine der berühmten Wüstenpferde zu sehen, auch nicht an der bekannten Wasserstelle
  • Es geht wieder über die Einsame C707 zurück nach Sesriem. Wieder fallen mir sofort diese kilometerlangen Zäune auf und ich muss gleich an die verendeten Antilopen denken. Aufmerksam fahren, immer die Büsche an den Rändern beobachten und wenn eine Antilope zum Vorschein kommt, runter vom Gaspedal und auf die andere Straßenseite ausweichen.
  • Die Tirasberge kommen wieder näher und bilden einen extremen Kontrast zu den roten Weiten der Namib.
  • Wieder tauchen die einzelnen Schnur-Baumreihen auf.
  • Ok, auf solchen Reisen sieht und erlebt man ja immer wieder nette und interessante Dinge, aber das verstehe ich wirklich nicht. Das muss ich mir genauer anschauen. Wir sind hier mitten im „Nichts“, noch nicht einmal ein Auto habe ich auf der C707 bisher gesehen.
  • Aber gut, dass das Schild hier steht, ich hatte schon lange nach einem schönen, schattigen, mit Bar und Pool ausgestatteten Campground gesucht. Wen ich jetzt hier stehen bleibe, mein Zelt aufstelle du Feuer mache, was wird dann wohl passieren? Ich bin in Namibia, es wird wahrscheinlich irgendwann der „Platzwart“ kommen, mir erklären, hier dürfte ich nicht stehen, das sei die Zufahrt zur Unendlichkeit und ich müsste mein Zelt 10 Meter weiter links aufbauen, da die rechte Seite schon reserviert sei.
  • Baumschnurreihen: Diese Baumreihen verlaufen wie an einer unsichtbaren Schnur durch die ansonsten karge Landschaft. Baumschnurreihen: Diese Baumreihen verlaufen wie an einer unsichtbaren Schnur durch die ansonsten karge Landschaft.
  • Die Bäume wachsen entlang ober- und unterirdischer Wasserläufe, die nach Regenfällen aus den Tirasbergen gespeist werden.
  • Wo es einmal vereinzelte Bäume gibt, werden sie gleich von Webervögeln in riesige Wohnlandschaften verwandelt.
  • Langsam schwinden die Berge im Süden in der Ferne. Ein letzter, wehmütiger Blick zurück auf die Enge und die Felsen…
  • …dann den Blick für die Weite des Horizonts öffnen und nach vorne in den Norden richten.
  • Ich fahre immer tiefer in die Namib, immer weiter in den Horizont.
  • Noch kurz um die Ecke, dann bin ich wieder in Sesriem auf meinem Campground. PS: Um die Ecke wird in Namibia alles unter 500 Kilometer Entfernung genannt.