Kruger National Park – 14 Sep 2017

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Bush – Telegraph

Kruger Park

14.09.2017

News from the bush!


Kruger National Park, Tag 2/5

Nach einer ruhigen Nacht ging es früh raus, das Gate öffnet ja um 6:00 Uhr.
Leider gab es keinen Wasserkocher in meinem Safari Zelt, somit viel der Kaffee an diesem Morgen aus.
Alle meine Sachen wieder in dem kleinen Polo verstauen und schon konnte es losgehen.
Es war ein herrlicher Tag, blauer Himmel, die Sonne schien und die Temperaturen stiegen im Laufe des Tages auf 40 Grad, laut meinem Auto.
Weit bin ich nicht gekommen, kurz hinter dem Camp gab es wieder etwas Stau auf der Mainroad.
Ein einsamer Bulle graste erst direkt neben der Straße und war anschließend der Meinung

ein Sonnenbad in der Früh auf der Straße, sei genau das Richtige für ihn.
Der Nachteil an solch heißen Tagen ist, die Tiere verschwinden im Busch und suchen sich schattige Plätze.
Man sieht sie zwar, aber für gute Fotos ist das sehr ungünstig.
Ein Honey Badger mit einem Jungen kreuzte meinen Weg, die beiden waren aber so schnell auf der anderen Seite der Straße im hohen Gras verschwunden, dass ich leider keine Zeit für ein richtiges Foto hatte.

Dafür posierte ein schöner Purple Roller auf einem Zweig neben mir, den hatte ich zuvor auch noch nicht gesehen.
Ständig auf der Mainroad zu fahren ist langweilig, auch wenn ich die Nebenwege nicht so gerne mit dem Polo fahre.
Er liegt zu flach über dem Boden und diese Wege sind teilweise sehr holperig und schlecht, aber hier sind doch mehr Tiere zu sehen.
Somit bog ich von der Mainroad in einen Seitenweg entlang dem Fluss ab …

… und stand nach ein paar Kurven inmitten in einer Büffelherde.

Es sind wirklich interessante und schöne Tiere, aber auch sehr gefährlich.

Fühlen sie sich bedroht, ergreifen sie die Flucht oder greifen an.

Welchen Weg sie auf der Flucht einschlagen, kann man nicht sagen.

Ist der der falsche Weg, die Richtung, in der man sich befindet, überrennen sie einen.

Greifen sie einen an, hat man auch nicht so gute Chancen zu entkommen.

Aber die Büffel waren völlig entspannt und die Kälber wurden sogar von ihren Müttern gesäugt.

Auch die Oxpecker sahen mich nicht als Bedrohung an.
Was also tun in dieser Situation, Büffel links, Büffel rechts und Büffel vor mir.
Sie kommen gerade vom Fluss die Böschung hoch und es werden immer mehr.
Nun sind sie auch hinter mir, kein weiteres Auto ist zu sehen, also Motor abstellen und Fotos machen.
Ich habe noch nie so viele Büffel auf einem Fleck gesehen, es ist ein atemberaubendes Erlebnis und etwas beklemmend zugleich.

Nach einer ganzen weile, die Büffel hatten es sich mittlerweile um mein Auto herum bequem gemacht …

… entschloss ich mich, langsam durch die Herde den Weg weiter zu fahren.

Ich wurde von vielen Seiten her beobachtet, die Kälber verschwanden hinter ihren Müttern, …

… viel Büffel wendeten ihren Kopf zu mir aber gaben langsam den Weg frei.
Somit ließ ich die Büffel ohne Probleme hinter mir, ich hatte ja noch einen längeren Weg bis zum Shingwedzi Camp vor mir.
Insgesamt sind es auf dem direkten Weg 108 Km, aber mit den vielen kleinen Umwegen kommt doch noch etwas dazu und von der Zeit her, die verrinnt wie im Flug.
Bei meinem nächsten Abstecher zum Fluss, stand in plötzlich zwischen einer kleineren Elefantenherde, wobei die Leitkuh nicht besonders von meinem Erscheinen erfreut war.
Also schnell den Rückwärtsgang eingelegt und den Elefanten mehr Freiraum geben, die können so einen Polo mit einem Hieb zerlegen, oder ihn zum Ballspielen verwenden.
Ich habe Elefanten beobachtet, die haben massive Bäume einfach umgeworfen oder zerbrochen, nur um an die Blätter in der Krone zu kommen.
Für diesen wunderschönen, alten Baobab Baum musste ich halten.

Man findet sie hier nur selten und ich liebe diese Bäume einfach.

Gegen Abend begann die Rushhour auf der Straße …

… Mütter passten auf ihre Kinder auf …

… und ich fand nochmals einen Ground Hornbill Vogel, was für ein Glück.

Kurz vor dem Shingwedzi Camp döste eine Hyäne am Straßenrand …

… ein Zebra posierte im warmen Licht der untergehenden Sonne …

… und diese selbst verabschiedete diesen wunderschönen Tag mit einem traumhaften Lichtspiel.
Im Shingwedzi Camp angekommen, wieder dieselbe Anmeldeprozedere im Office, warum wollen die meine Wild Card schon wieder sehen?
In diesem Camp bleibe ich zwei Tage, es ist im Norden vom Krüger Nationalpark und ich habe einen kleinen Bungalow mit drei Betten für mich.
Neben einem Kühlschrank, was für eine freudige Überraschung, gibt es hier auch einen Wasserkocher.
Der nächste Morgen kann also mit einem Kaffee starten, darauf freue ich mich schon.

  • Und was Sie betrifft, Treuer Leser …
    … lange Tage und angenehme Nächte!