Kruger National Park – 13 Sep 2017

Bush – Telegraph

Kruger Park

13.09.2017

News from the bush!


Kruger National Park, Tag 1/5

Nun ist es endlich soweit, der kleine Polo und ich gehen auf große Erkundungsfahrt in den Krüger National Park.
Zuerst wird aber ein Stopp in Hoedspruit eingelegt, etwas Verpflegung für die nächsten Tage einkaufen und ein Friseurbesuch ist auch dringend notwendig.
Keine Sorge, ich habe mir keine neue Frisur machen lassen …

… nur etwas schneiden.
Frisch gestylt und gut verpflegt mache ich mich auf den Weg zum Phalaborwa Gate, ca. 75 Km von Hoedspruit entfernt, mehr im Norden vom Krüger Nationalpark.
Nach zwei großen Baustellen, mit jeweils fast 20 Minuten Wartezeit, endlich am Phalaborwa Gate angekommen, gabt es einen kleinen Checkpoint vor dem Gate.
Hier bekam ich einen Zettel in die Hand gedrückt, nun startete wieder der normale afrikanische Papierkram.
Man muss eine eine Art Visum ausfüllen, mit allen möglichen Angaben zu den Personen, zum Glück bin ich allein, zum Auto und der Aufenthaltsdauer.
Mit dem ausgefüllten Visum und seinen Papieren, der Reisepass ist seit kurzer Zeit Pflicht für Ausländer, darf man nun in das Office gehen, um sich anzumelden.
Hier wird nochmals alles überprüft, ich hatte meine Unterkünfte ja schon drei Wochen vorher reserviert und bezahlt, da der Krüger National Park sehr ausgebucht ist.
Auch meine Wild Card wurde verlangt, das kann ich beim Eintritt in den Park gut verstehen, meine Buchungen wurden überprüft, ein langer Zettel wurde ausgedruckt und an ein Prospekt geheftet.
Eine Strassenkarte für den Park gab es nicht und warum nur mein erstes Camp auf dem Ausdruck vermerkt war, verstand ich auch nicht ganz.
Mit dem Ausdruck vom Office darf man nun zum wirklichen Gate fahren, dort warten Ranger auf einen.
Am Gate gibt man den langen Zettel ab, es wird ein Teil abgerissen, man wir über die Dauer und Waffen befragt und das Auto wird grob untersucht.
Wer wirklich etwas in den Park bringen möchte, der hat hier kein Probleme, bei der übersichtlichen Kontrolle.
Die nette Rangerin fragte mich lieb ob sie eine Tüte Chips haben könnte, wer schlägt am Gate zu einem National Park schon solche eine Bitte aus?
Endlich ging es in den Park, aber wie immer sind nach dem Gate nur sehr wenige Tiere zu finden.
Somit cruisten mein Polo und ich langsam durch den National Park, hier sind nur 50 Km/h erlaubt, und genossen die Landschaft und zur Abwechslung einmal meine Musik.
Es waren nur 50 Km bis zu meinem ersten Lager, dem Letaba Camp, es war also genügend Zeit, somit nahm ich nicht den direkten Weg, sondern machten kleine und größere Umwege, in der Hoffnung, einige Tiere zu finden.
Wieso genügend Zeit?
Die Gates öffen in dieser Jahreszeit um 6:00 Uhr in der Früh, wenn die Sonne aufgeht und schließen um 18:00 Uhr am Abend, wenn die Sonne untergeht.
Vor und nach dieser Zeit ist es nicht erlaubt, sich im Park außerhalb der Camps aufzuhalten.
Auf einen dieser Umwege …

… fand ich diesen schönen Ausblick über den National Park.
… und bei einem Trockenfluss …

… posierte ein Lilac-Breasted Roller mit einem Hochzeitsgeschenk …

… für sein Weibchen.
Dass der Frühling kommt, kann man an den Schwärmen Red-Billed Quelea erkennen …

… die in kleinen und großen Schwärmen nun ins Lowveld zurückkehren.
In einem kleinen Mopane Wald, hinter einer Linkskurve …

gab es plötzlich besonderen Verkehr auf der Straße.
Hier in diesem Mopane Wald …

… füllte sich eine Elefantenherde gerade ihre Mägen mit dem Laub der Bäume …

… und kreuzte dabei die Straße.
Etwas später an einem Wasserloch, eine weitere Elefantenherde …

… die ihren Durst am Wasser …

… und mit Milch den Durst der Kleinen stillten.

Auch ich stand unter ständiger Beobachtung.
An einem solchen Wasserloch kann es schnell zu kleinen Konflikten zwischen dem Arten kommen …

… Kleiner, du hast mir nichts zu sagen, ich trinke hier, wann und wieviel ich will.

Ja Mam, ich habe verstanden …
… erst darf ihre Familie trinken.
Nein Mam, ich werde ihren Kleinen nicht mehr ärgern.

Aber es ist auch gleichzeitig Waschtag …

… anschließend alles schön Einschlämmen …

… und hinter den Ohren wird sich auch gewaschen!

Gute wenn man groß ist, da kommt man leicht auch an andere Wasserreservoir ran.
Der kleine Steinbock ruhte sich etwas im Schatten aus …

… und der Swainson´s Spurfowl wartete wohl auf sein Brunch.
Kurz vor meinem Camp hatte ich noch eine besondere Begegnung …

… vier Ground-Hornbill an einer Stelle.

Diese Vögel sind mittlerweile sehr bedroht …

… da es an großen Bäumen mangelt …

… in denen sie nisten können.

Es ist das erste Mal das ich diese Vögel in der Natur sehe …

… und war glücklich über dieses besondere Geschenk.
Zum Schluss mache noch ein Helmeted Guineafowl auf sich aufmerksam und ich musste natürlich ein nettes Foto schießen.

Es wurde nun Zeit zum Letaba Camp zu fahren um mich dort anzumelden und mein Safari Zelt zu beziehen.
Im Office wieder den üblichen Papierkram erledigen, meinen Ausweis wollten sie nicht sehen aber meine Wild Card, warum nochmals?
Aber es ging alles recht schnell und so konnte ich noch kurz in den kleinen Laden gehen und mir ein kühles Bier kaufen.
Aber so einfach ist das hier nicht, einfach ein Bier kaufen, da kann ja jeder kommen, hmm.
Es ist nicht erlaubt, als Tagesgast, Alkohol mit in den Park zu bringen, hahaha, Kontrolle am Gate, und es ist auch nicht erlaubt, als Tagesgast Alkohol in den Läden zu kaufen.
Wenn man also ein Bier haben möchte, muss man seine Papiere für die Reservierung mitnehmen, auch eine neue Erfahrung für mich.
Ach ja, was ist eine Wild Card?
Das ist eine Karte für alle Nationalparks in Süd Afrika, die man bei Sanparks beantragen kann und anschließend einen ermäßigten Eintritt bekommt.
Und ein Safari Zelt?
Das ist ein fest aufgebautes Zelt, teilweise mit festen Wänden, mit einem festem Boden, zwei Betten und einer Terrasse. Nichts Besonderes, aber es gab sogar einen Kühlschrank und für mich und für eine Nacht war es völlig ausreichend.
Als kleinen Schmankerl gibt es noch ein Bilderrätsel für euch.

Wo habe ich das Bild aufgenommen?

  • Und was Sie betrifft, Treuer Leser …
    … lange Tage und angenehme Nächte!