Kgalagadi – 30.01.2018

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Kgalagadi Transfrontier Park

Semi-Desert Wilderness

30 Januar 2018

Wieder zurück im KTP wieder auf ein Game Drive am Morgen.
Da an den Wasserlöchern und auf der Strecke nicht viel los ist, fahre ich weiter um die tote Giraffe zu suchen, die im Flussbett liegen soll.
Sie liegt kurz vor dem 14 Wasserloch und ca. 50 Meter von der Straße im Auob River.

Man hat einen guten Blick von der Straße auf die Giraffe, auch verdecken nicht allzu viele Sträucher und Bäume die Sicht.
Die tote Giraffe liegt zwar an einer guten Stelle, ist aber eigentlich zu weit von Mata Mata entfernt.
Von Mata Mata sind es etwas über 40 Kilometer und am Morgen nimmt man noch die Loops über die Wasserlöcher mit. Das Problem, morgens ist man nicht vor 7:00 Uhr bei der Giraffe, da sinken die Aktivitäten der Tiere bereits rapide ab.
Am Abend sollte man sich spätestens um 18:40 Uhr auf den Weg zum Camp machen, sonst muss man durch den Park zurück fliegen, das ist nicht gut und nicht erlaubt.
Um diese Uhrzeit geht es aber erst wirklich los. Die Sonne geht langsam unter, es wird Kühler und die Tiere, gerade die Katzen werden aktiv und kommen aus ihren Schlafplätzen hervor.

Im Schatten der Bäume, an der Straße, liegt ein Löwenmännchen und bewacht die tote Giraffe. Ist es das Löwenmännchen mit den zwei Löwinnen, die ich schon einmal am Wasserloch Nr. 14 gesehen habe? Dann müssten die beiden Damen ja auch in der Nähe sein.
Da der Löwe nur müde im Schatten liegt und viele Autos hier stehen, fahre ich kurzerhand zum Wasserloch weiter.

Die beiden Damen sind tatsächlich hier und füllen sich ihre Bäuche mit viel Wasser. Nachdem sie genügend getrunken haben, heißt es auch bei ihnen ausruhen. Sie suchen sich ein Plätzchen im Schatten eines Baumes und dann liegen auch sie.

Vielleicht hatten sie ja in der Nacht gefressen und sind anschließend zum Trinken zum Wasserloch gelaufen und das Männchen musste als Wache bei der Giraffe zurückbleiben. Dann würden sie am Abend wieder zurück zur Giraffe laufen, ihn ablösen und etwas fressen.
Aber jetzt, um diese Tageszeit, wird nicht mehr viel passieren. Die Sonne sowie die Temperaturen steigen immer höher und die Löwen werden hier sicherlich den Tag verbringen.
Sogar Bernd ist von Two Rivers zurückgekommen, er hatte auch von der toten Giraffe gehört und verspricht sich entsprechende Bilder. Eine solche Gelegenheit muss man unbedingt nutzen, wenn man genau zu diesem Zeitpunkt hier im Park ist, sagt er.

Am Abend liegt das Löwenmännchen immer noch im Schatten der Bäume und beobachtet eine Herde Springböcke, die in seiner Nähe vorbeiziehen.
Es ist gerade nur ein Auto hier, da habe ich etwas Platz und kann mir die Giraffe besser anschauen.
Gut sieht sie aus, so gut wie eine tote Giraffe halt aussehen kann. Es sind keine Wunden von einem Kampf zu sehen, auch ist sie noch nicht aufgebrochen. Man könnte meinen, sie würde dort liegen und schlafen.
Die beiden Löwenweibchen sind nicht zurückgekommen, auch am Wasserloch sind sie nicht zu sehen.
Dann handelt es sich hier wohl um ein anderes Löwenmännchen, einen Einzelgänger.
Einige Zeit später steht er auf, geht zur Giraffe rüber und versucht etwas zu fressen. Aber eine Giraffenhaut ist dick und wiederstandfähig, er schafft es nicht sie aufzureißen.
Leider wird es Zeit zu fahren. Morgen in der Früh werde ich sehen, ob er es über Nacht geschafft die Giraffe aufzubrechen, oder ob noch andere Löwen dazugekommen sind.