Kgalagadi – 28.01.2018

Kgalagadi Transfrontier Park

Semi-Desert Wilderness

28 Januar 2018

Mit vollem Tank und frischen Lebensmitteln, geht es vom Quivertree Forest wieder zurück in Richtung Kalahari.
Nachdem ich die letzten Granithügel beim Mesosaurus Fossil Trail hinter mir gelassen habe, geht die Fahrt wieder durch das öde Kalkland, mit etwas Gras und kleinem Buschwerk, weiter.

Hinter Koos fangen plötzlich wieder die ersten Sanddünen der Kalahari an, mit denen auch gleich die Bäume wieder kommen.

Auf den Bildern ist das nicht gut zu erkennen und so habe ich das ganze einmal gefilmt. Dabei stoße ich gleich auf zwei Probleme.
Erstens, ich kann die Datenmengen nicht auf meine Internetseite uploaden, das funktioniert hier in der Wüste nicht.
Das zweite Problem, meine kleine Action Cam hat die Hitze und den Staub wohl nicht so gut vertragen. Die Filme sind leider alle unscharf geworden, mal sehen, ob ich sie wieder reinigen kann.
Die nächsten vier Nächte verbringe ich auf der Kalahari Sundown Game Farm, etwas weiter vom Mata Mata Gate als die Kalahari Game Lode entfernt, aber mit Strom auf dem Campground.
Zwar habe ich hier nicht den Luxus eines Pools, bezahle aber weniger und Internet habe ich auch.
Die Farm hat sechs Stellplätze und ich bin alleine hier. Auch die Besitzer sind nach meiner ersten Nacht in der Früh nach Upington aufgebrochen und kommen erst in drei Tagen zurück.
Aber alles kein Problem, ich kann alles nutzen und notfalls sind die Arbeiter auch noch da.
Die drei Hunde freu es sehr, dass ich hier bin und somit bin ich auch nie wirklich allein.
Warum ich hier so lange auf der Farm bleibe, fragt ihr euch.
Man möchte es nicht glauben, wieviel Updates für das Smartphone und den Computer anfallen, wenn man einmal 14 Tage keine Internetverbindung hat.
Also verbringe ich den ersten Tag mit der Aktualisierung meiner Geräte, Willkommen zurück in der IT-Welt.
Auch muss ich die Zeit des Internets nutzen, um meine Post zu erledigen.
Wie, Post in Afrika?
Dank meiner äußerst lieben und immer zuverlässigen Vermieter, bekomme ich meine ganze Post per E-Mail nachgeschickt. Durch diesen speziellen und exklusiven Service bin ich immer auf dem Laufenden und kann die notwendigen Dinge erledigen.
An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an meine liebe Familie Maier, denn ohne sie wären vieles liegen geblieben.
Zwar habe ich, bevor ich nach Afrika geflogen bin, alles gekündigt was zu kündigen ging, aber es gibt zwischendurch doch einmal wichtige Post, oder Post mit der man nicht rechnet.
So zum Beispiel eine Arztrechnung vom März letzten Jahres. Ich habe 30 Tage Zeit die Rechnung zu bezahlen, er lässt sich aber 9 Monate Zeit sie zu stellen.
Auch musste ich meine Bilder etwas sortieren und konnte endlich meine Internetseite updaten, damit ihr etwas über mich zu lesen habt.
Und dann, man mag es kaum glauben, Ausschlafen ist auch noch ein Punkt auf der Liste.
Jeden Morgen um 4:30 Uhr aufstehen, um 5:30 Uhr am Gate sein, am Abend erst um 19:30 Uhr wieder zurück kommen und noch Essen machen, ist auf längere Zeit anstrengend. Und auf einen Game Drive verzichten, das geht nun schon gar nicht.
Auch nach dem Game Drive am Morgen noch etwas schlafen war auch nicht möglich. Obwohl ich viel Schatten habe, ist es mittlerweile zu warm im Zelt.
Also gönne ich mir den Luxus hier und schlafe bis 6:00 Uhr aus, dann weckt mich die Sonne oder der Hund.
So vergingen die Tage auf der Farm sehr schnell und morgen geht es wieder zurück in den KTP.