Kgalagadi – 25.01.2018

Kgalagadi Transfrontier Park

Semi-Desert Wilderness

25 Januar 2018

Bevor ich den Park verlasse, muss ein letzten Game Drive am Morgen natürlich noch sein.
Ich könnte ja die beste Szene meines Lebens hier im KTP verpassen.
Aber es war ruhig diesen Morgen.
So ging es zum Camp zurück, alles abbauen und verstauen und sich noch bei den netten Kollegen von der Rezeption verabschieden.
Der Grenzpolizist nahm wieder meine Daten auf, ging mit mir raus und öffnete mir den kleinen weiß-rote Schlagbaum. Auch vom ihm verabschiedete ich mich herzlichst.
So ging es ein gutes Stück der C15 zurück, die im Auob River entlang läuft. Nach 40 Kilometern kommt die Abzweigung auf die C17, nun geht es wieder Düne rauf, Düne runter, eine traumhafte Landschaft.
Hin und wieder kommt man an einer Toreinfahrt zu einer Farm vorbei, oder sieht in der Ferne einige Gebäude. Das war es dann aber auch schon mit den Besiedelungen hier.
Hinter Koos, ein kleiner Ort von dem man nicht viel sieht, geht die flache Kalkebene wieder los und die roten Dünen mit den Bäumen und gelben Gras bleiben zurück.
Es wird wieder immer karger, die Bäume sind verschwunden und langsam gehen die Büsche in kleine Sträucher über.
Erst kurz vor Keetsmanshoop erkennt man die ersten Granithügel am Horizont, nun ist es nicht mehr weit zu fahren.
Keetsmanshoop, die Metropole zwischen Nichts und Nirgendwo.
Immerhin gibt es hier vieles was man benötigt, vor allem gibt es drei große Supermärkte mit frischen Lebensmitteln und viele Tankstellen.
Der Süden von Namibia, Süd Afrika und Botswana ist sehr dünn besiedelt und Orte, in den man etwas mehr einkaufen kann, sind noch dünner verteilt.
Die ganze Gegend um Keetsmanshoop ist durch riesige Farmen geprägt. Touristische Attraktionen gibt es eigentlich keine, aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.
Es gibt hier tatsächlich den Quivertree Forest, den Köcherbaumwald, der ein Nationales Monument ist. Zwar gibt es hier in dieser Gegend überall die typischen Granithügel, auf den die Köcherbäume wachsen, aber die Besitzer dieser Farm haben es geschafft, ihren Hügel als Nationales Monument von Namibia registrieren zu lassen.
Dazu einige Unterkünfte und ein einfacher Campground, schon hat man eine Möglichkeit Touristen, zumindest für eine Nacht, herzulocken.
Etwa 5 Kilometer weiter ist der Giants Playground, auch er gehört wohl zur selben Farm und mit einer Übernachtung bezahlt man auch gleich den Eintritt für beide Attraktionen.

Der Quivertree Forest ist eine Ansammlung von Köcherbäumen auf einem Granithügel und hier leben auch einige Dassies. Diese sind durch die vielen Touristen recht zahm und lassen sich gut fotografieren.
Dassies sind übrigens die nächsten Verwandten der Elefanten, obwohl sie keinen Rüssel haben.
Köcherbäume haben ihren Namen von den San Leuten. Sie höhlten, in früheren Zeiten, die Äste der Bäume aus, um ihre Pfeile darin zu verstauen.
Die Köcherbäume stehen gut, so dass sie von der Abendsonne angestrahlt werden, nur die Leute, die tatsächlich noch gekommen sind, stören etwas, weil sie dauernd auf den Bildern zu sehen

Der Giants Playground ist nichts weiter als ein weiterer Granithügel, wobei hier die Granithaufen noch etwas aufeinander stehen und manches Mal interessante Formationen bilden.
Teilweise sind sie über die Jahrtausenden quadratisch aufgerissen und stehen, wie von einem Menschen säuberlich aufgestapelt, wie kleine Mauern oder Türme in der Gegend.
Wenn man nichts hat, ist das halt eine Touristenattraktion. Ich war etwas enttäuscht, denn die Bücher sind immer voll mit tollen Beschreibungen von hier.
Ich gebe ja zu, ich war auch nur zum Einkaufen hier, die beiden Topattraktionen habe ich als Zubrot bekommen und damit bin ich sehr zufrieden.