Kgalagadi – 23.01.2018

Kgalagadi Transfrontier Park

Semi-Desert Wilderness

23 Januar 2018

Wenn man so in der Kalahari unterwegs ist, meint man immer, das Wichtigste sei Wasser. Aber Wasser hat man hier auf jedem Campground, Lodge oder Farm.
Das Wichtigste hier in dieser Halbwüste ist Schatten.
Die Kameldornbäume spenden ihn zwar etwas, aber so richtig Schatten findet man kaum. Man ist also ständig damit beschäftig, den Schatten hinterher zu wandern und das Auto umzupacken.
Auch Bilder am Computer anzuschauen oder zu schreiben fällt schwer, das Umgebungslicht am Tag ist extrem hell und blendet einen ständig.
Gestern Abend saß ich mit den beiden Münchenern zusammen, als es plötzlich heftig zu regnen anfing. Schnell flüchtete ich mich in mein Auto, da zuckten auch schon die Blitze vom Himmel.
Nun hat mich doch eines der zahllosen Gewitter in diesem Jahr erwischt und als ein Blitz, nicht weit von mir entfernt in die Sanddüne einschlug, war ich froh im Auto zu sitzen und nicht im Zelt zu liegen.
Das Gewitter war zum Glück sehr schnell vorbei, so konnte ich zum Schlafen ohne Probleme in mein Zelt.
Sicherlich fragt ihr euch in der Zwischenzeit, hat dir dein Kurs zum Field Guide etwas für deine Reise gebracht?
Es ist schon sehr hilfreich und sehr interessant, ich sehe mehr Spuren und Zeichen der verschiedenen Tiere und verstehe ihr Verhalten wesentlich besser. Auch hörte und sehe ich mehr und andere Tiere, gerade die Kleinen, die ich sonst nicht beachtet habe.

Bei meinem letzten Game Drive stand ich bei einem kleinen Löwenrudel, ein Männchen und zwei Weibchen, als es etwas zu regnen anfing. Klasse, Löwen im Regen ist ein tolles Erlebnis und ich freute mich bereits.

Das Männchen fand den leichten Regen nicht so lustig und verzog sich nach den ersten Tropen gleich unter einen etwas dichteren Busch. Die Löwen hier sind so etwas von Wasserscheu, es ist einfach herrlich anzuschauen.

Leider gab es keinen richtigen Regen, für mich, das Männchen war erfreut darüber, und präsentierte sich gleich wieder in voller Pracht.
Die beiden Münchener sind wieder zurück nach Namibia aufgebrochen, sie wollen noch nach Sesriem, einer meiner Lieblingsorte in Namibia.
Auch für mich geht ie Zeit hier im KTP geht langsam dem Ende zu, ich muss einmal zurück nach Namibia fahren um neue, frische Lebensmittel einzukaufen.
Zwar gibt es hier einen kleinen Laden, aber drei alte Äpfel und sein Beutel Zwiebeln entsprechen nicht ganz meinen Vorstellungen von einer Obsttheke.
Somit muss ich morgen die 280 Kilometer bis Keetsmanshoop auf mich nehmen, der nächste, größere Ort hier in der Umgebung.
Zum Abschied gibt es noch ein paar Bilder, aber in ein paar Tagen bin ich ja wieder hier im KTP.