Kgalagadi – 20.01.2018

Kgalagadi Transfrontier Park

Semi-Desert Wilderness

20 Januar 2018

Am Morgen hieß es wieder alles einpacken, ich wollte zurück nach Mata Mata, dort gefällt es mir einfach besser.
Auch meine Nachbarn waren beim Einpacken, sie wollten noch eine Nacht in Twee Rivieren übernachten, bevor sie nach Durban zurück müssen.
Die beiden aus München packten auch, sie müssen auch nach Twee Rivieren fahren um dort aus Botswana auszureisen.
Also machte ich mich auf den Rückweg, aber die Wasserlöcher waren vereinsamt, auch hatte ich wieder schlechtes Glück an meinem Leopardenbaum, kein Leopard.
Es ging wieder auf die Dune Road, ich träumte vor mich hin und genoss die Dünenlandschaft, als hinter einer Kurve ein Löwe auf der Straße saß und aus einer Pfütze trank.
Ich stoppe sofort, stelle mein Auto schräg, der Löwe schaute nur kurz auf und trank weiter.

Der alte Löwe mit dem Porcupine Stachel in der Schnauzte. Ich konnte es nicht glauben, hatte ich doch schon viel von ihm gehört und auch Bilder gesehen. Laut den Auskünften der Leute sollte er aber näher bei Nossob sein und nicht hier in den Dünen.
Was für ein Glück, was für ein Zufall.

Er trank und trank, schaute ab und zu auf und trank weiter.

So richtig nett fotografieren wollte er sich nicht lassen, seine Modelkarriere war anscheinend beendet und er wollte mehr seine Ruhe haben.
So zog er auch einige Zeit später wieder in Richtung Dünen, wo er es sich im Schatten eines Busches niederlegte und kaum noch zu sehen war.
Am Ende der Dune Road geht es rechts wieder den Auob River hoch und hier ist auch gleich ein Wasserloch.
Zwei Autos standen dort und beobachtet etwas, ich fuhr näher ran, eine Gepardin mit einem Jungen, hoffentlich nicht meine, denn dann hätte sie ein Junges verloren. Das eine Junge hatte zwar eine Wunde am Körper, aber es gibt hier ja mehrere Geparden.
Ich war sehr überrascht, dass eine Auto waren meine Nachbarn aus Nossob. Wie kommen die denn so schnell hier her, sie sind doch erst nach mir gestartet?
Sie sind einfach durch gefahren und hätten mich an einem Wasserloch überholt, an dem ich angehalten habe.
Die beiden sind schon recht flott unterwegs und waren über den Löwen erstaunt, den ich unterwegs gesehen hatte.
Wir verabschiedeten uns noch einmal, denn die fuhren in die entgegengesetzte Richtung und mich machte mich auf den Weg nach Mata Mata.
Da ich nicht reserviert hatte, durfte ich wieder die obligatorische halbe Stunde in der Rezeption verbringen und als ich auf den Campground fuhr, was für eine Überraschung, wer war dort, Bernd.
Bernd, der Tierfotograf, hatte ich vor zwei Jahren in der Etosha kennen gelernt, letztes Jahr habe ich ihn auch hier in Mat Mata getroffen, das südliche Afrika ist halt doch klein.
Am Nachmittag kamen auch die Münchener hier an, es ist schön, wenn man so nette Leute immer wieder trifft.

Der Game Drive am Abend brachte so das Übliche, um diese Uhrzeit: putzenden Löwen.