Kgalagadi – 19.01.2018

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Kgalagadi Transfrontier Park

Semi-Desert Wilderness

19 Januar 2018

In Nossob steht man bei jedem Game Drive vor der großen Frage, links oder rechts rum.
Fahre ich also lieber zum Nord oder zum Süd Gate raus, die Chancen stehen 50 zu 50, eine grüne Null gibt es nicht, oder doch?
An diesem Morgen entschied ich mich für das Süd Gate. Die ersten Kilometer legt man noch in einer ziemlichen Dunkelheit zurück, einige von den anderen Gästen haben starke Taschenlampen mit und leuchten in die Bäume und in die Umgebung.
Aber ob die mehr sehen als ich? Wenn, dann nur die reflektierenden Augen der Tiere.
Am ersten Wasserloch waren frische Löwenspuren zu sehen, aber keine weitere Tiere. Auf dem Weg zum zweiten Wasserloch sah ich eine weitere Familie von Bat-eared Foxes, weit weg in der Flussmitte./span>
Dieses Jahr habe ich es mit Bat-eared Foxes, so viele habe ich noch nie gesehen. Sonst war ich Happy, wenn ich eine Familie oder ein Einzeltier gesehen habe.
Ich drehte am diesem Wasserloch wieder um und fuhr zum Camp zurück, denn nun wollte ich zum Nord Gate raus fahren.
Kurz vor dem Camp erkannte ich zwei Löwen, ein Männchen und ein Weibchen, relativ nahe zum Wasserloch am Camp.

Ich hielt an und beobachtete sie ein wenig. Kurze Zeit später kamen zwei weitere Weibchen vom Wasserloch zurück, es waren also gleich viel Löwen.
Da war sie, die grüne Null. Schlaf etwas länger, mach dir keinen Stress und setzt dich ans Wasserloch, hier ist die Action.
Die vier Löwen sahen aber recht satt und müde aus, also werden sie auch noch am Nachmittag hier bei diesem Wasserloch sein, auf geht es zum Nord Gate.

Am ersten Wasserloch hinter dem Nord Gate fangen am Morgen die Schakale immer Tauben. Warum es gerade hier so viele Tauben gibt und warum nur an diesem Wasserloch die Schakale dieses Verhalten zeigen, kann ich nicht sagen. Aber es ist ein tolles und spannendes Erlebnis.
Natürlich stehen hier immer viele Autos und wenn man etwas später kommt, so wie ich, findet man keinen guten Platz mehr.
Zusätzlich war heute ein kleiner Falke auch auf Taubenjagt unterwegs und hat immer wieder die ganze Taubenschar vom Wasserloch und aus den Bäumen vertrieben.
Somit fuhr ich weiter und hinter einer leichten Kurve hätte ich fast eine Schlange überfahren, die, ohne nach links und rechts zu schauen, die Straße überquerte.

Erst hart bremsend, dann schnell ein Stück zurücksetzen und die Kamera schnappen. Aber die Schlange war wohl mindestens so Überrascht wie ich und hatte sich bereits auf der anderen Straßenseite in das Gras geflüchtet.
Immerhin ein schnelles Foto konnte ich machen, es könnte eine Cape Cobra sein, aber sicher bin ich mir nicht und ein Schlangenbuch habe ich leider nicht.

Am nächsten Wasserloch überraschte ich eine braune Hyäne beim baden.

Bei Polenswa lagen drei Löwenweibchen, ein Halbstarker und ein etwas jüngerer Löwe im Schatten eines Baumes und schliefen.
Somit ging es zurück zum Camp, der Pool rief.
Am Nachmittag unterhielt ich mich mit den beiden aus München. Sie waren von der Etosha über den Caprivi Streifen nach Botswana gefahren, hier am Okavango Delta runter und über das Kaa Gate auf der Botswanischen Seite in den Park gekommen.

Gegen 16:00 Uhr ging es wieder zur Rezeption, das Fahrtenbuch abholen, wieder die große Frage, Nord oder Süd, ich entschied mich für Nord.
Bevor ich aber los fuhr, noch schnell die grüne Null abkläre und ja, die vier Löwen waren noch hier und kamen gerade zum Wasserloch.
Warum also viele Kilometer fahren, wenn man auch hier eventuell schöne Fotos machen kann.

Auch an diesem Nachmittag zogen wieder Gewitter auf, verschonten mich aber ein weiteres Mal und so verbrachte ich den Abend mit meinen Nachbarn aus Süd Afrika. Sie wollen eventuell nächstes Jahr nach Deutschland kommen, da konnte ich etwas den Reiseleiter spielen und ihnen vieles erzählen.
Für Süd Afrikaner ist es fast unvorstellbar, dass wir alle, ohne Probleme und Gefahren, in öffentlichen Transportmitteln fahren können. Hier gibt es viele Überfälle in den öffentlichen Transportmitteln, egal ob Bahn oder Bus und gerade in den Städten.
Dann viel Spaß, tolle Erlebnisse und eine schöne Zeit in Deutschland.