Kgalagadi – 18.01.2018

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Kgalagadi Transfrontier Park

Semi-Desert Wilderness

18 Januar 2018

Nachdem ich sechs Tage in Mata Mata übernachtet und tolle Sichtungen hatte, wurde es an der Zeit nach Nossob zu fahren.
Hier hatte es im letzten Jahr nur so von Löwen gewimmelt und so will ich mein Glück auch dieses Jahr dort versuchen.
Also hieß es an diesem Morgen, alles zusammen packen, gleich etwas frühstücken, und etwas später als sonst, sich auf den Weg machen.

Etwas Hinter Mata Mata verabschiedete mich, an einem Wasserloch, noch ein Löwe, dann verließ ich den Auob River und es geht nach links in die Dünen.
Die Fahrt entlang der Dune Road, eine Querverbindung durch den Park, ist immer etwas langweilig. Die meisten Wasserlöcher sind außer Betrieb und viele Tiere gibt es auch nicht zu sehen, obwohl die Dünenlandschaft schon sehr schön und reizvoll ist.
Ich könnte auch über Twee Rivierien fahren, der Weg ist aber einfach zu lang und ab Mittag gibt es eh nur schlafenden Tiere zu sehen.
Am Ende der Dune Road ist ein Picknick Platz, hier waren recht frische Gepardenspuren zu sehen, aber die Löwen am gegenüberliegenden Wasserloch waren nicht da.
So fuhr ich weiter und freute mich schon auf den Leopardenbaum, ein schöner, ausladender Baum direkt vor einem Wasserloch, wo sich immer mal wieder ein Leopard zum Schlafen einfindet.
Aber bei meinem schlechten Leopardenglück war er auch heute nicht hier und nach dem kleinen Schwenk ging es weiter in Richtung Nossob.
Kurz hinter dem Leopardenbaum war ich erschrocken, hier hatte es vor kurzem sehr heftig gebrannt. All die schönen, alten Bäume, die Sträucher und Büsche, sowie das Gras waren nur noch schwarze, verkohle Überreste.
Da ist es kein Wunder wenn ich keine Tiere sehe, die ziehen bei solchen Naturkatastrophen natürlich in andere Gebiete.
Zum Glück hörte der verbrannte Teil ungefähr 20 Kilometer vor Nossob auf, das gab mit Hoffnung die Tiere auf der anderen Seite zu finden.
In Nossob fand ich einen guten, schattigen Stellplatz, neben einem sehr netten Pärchen aus Süd Afrika.
Bei den Stellplätzen muss man etwas aufpassen, denn unter den meisten Bäumen hat der Boden den tiefste Punkt und bei Regen steht man schnell bis zu den Knöcheln im Wasser.
In Nossob wollte ich nun doch endlich Online gehen, denn auch hier gibt es WiFi, was sogar funktionierte. Man geht in den kleinen Laden und kauft sich eine entsprechende Datenmenge und bekommt dafür einen Zugangscode und ein Passwort.
Allerdings waren hier die Zugangscodes ausverkauft, also hatte ich wieder keine Verbindung zur Außenwelt.
Das ist halt Afrika. In Mata Mata gibt es Zugangscodes, die aber nicht funktionieren, hier in Nossob funktioniert alles, aber es gibt keine Zugangscodes.
Hier im KTP bekommt man eine Art Fahrtenbuch, das man vor einem Game Drive bei der Rezeption abholen muss. In dieses Fahrtenbuch werden die Zeiten und das Ziel, sollte man den Campground wechseln eingetragen. Kommt man wieder zum Campground zurück, muss man das Fahrtenbuch wieder abgeben.
Somit könnte man theoretisch kontrollieren, ob jemand auf der Strecke geblieben ist, aber das mach wohl doch keiner.
Als ich zu meinem Game Drive am Nachmittag aufbrechen wollte und zur Rezeption ging, traf ich ein Pärchen, das mir bekannt vorkam.
Ich sprach sie kurz an, wir haben uns doch schon einmal getroffen? Ihr wart doch auch in der Etosha, im Ollifantsrus Camp und dann in Namutoni?
Ja, das waren sie und ja, wir hatten uns dort getroffen. Die beiden kommen auch aus München, ist halt doch der Nabel der Welt.
Da die beiden gerade bei der Anmeldung waren, ich zum Game Drive wollte und sie auch zwei Nächte blieben, verabredeten wir uns für den nächsten Tag.
So groß ist der Campground ja nicht und ihr Auto hatte einen seltenen, großen Aufsatz, den kann man gut erkennen.
Der Game Drive war leider ernüchternd, auch hier sind nicht viele Tiere unterwegs. Der große Nachteil hier am Nossob River, die Straße geht zwar am Fluss entlang, aber oft ist sie lange Strecken recht tief gelegen, so dass man nicht über die Seite in den Fluss schauen kann.

So fuhr ich Richtung Norden immer weiter und kurz, bevor ich bereits umdrehen wollte, lagen zwei Löwen hinter einem Busch an der Straße. Natürlich schliefen sie noch, es ist einfach zu heiß in diesem Jahr, also machte ich mich auf den Rückweg.