Kgalagadi – 16.01.2018

Kgalagadi Transfrontier Park

Semi-Desert Wilderness

16 Januar 2018

Eine Neuerung gibt dieses Jahr hier in Mata Mata.
Das Gate ist nun immer geschlossen, im letzten Jahr war es tagsüber immer offen.
Man muss nun bis zum Gate fahren, austeigen und es öffnen, wieder einsteigen und durch das Gate fahren, wieder anhalten, austeigen und es schließen.
Erst dann kann man sich auf seinen Game Drive begeben, etwas umständlich, aber Löwen will keiner im Camp haben.
Das WiFi funktioniert dieses Jahr auch nicht, es ist zwar zu sehen, aber man kann sich nicht Anmeldung. Leider habe ich auch nicht genügend AIR Time auf meiner namibischen Telefonkarte, somit bin ich nun von der Außenwelt abgeschnitten.
In diesem Jahr ist es sehr heiß, jeden Tag über 40 Grad und die Nächte sind auch sehr warm.
Auch ziehen am Nachmittag und Abend sehr oft Gewitter auf, begleitet von viel Wind und leichten Sandstürmen. Dann bekommt man sein Peeling gratis zur Übernachtung und obwohl mein Zelt geschlossen ist, kommt der sehr feine Sand durch jede kleine Öffnung.
Somit darf ich, bevor es zum Schlafen geht, zuerst mein Bett und die Matratze vom Sand befreien.
Trotz der Gewitter ist es sehr trocken und viele der Grasfresser sind in den Teil von Botswana gezogen, wo es bereits mehr geregnet hat und es frisches Grün gibt.
Die Raubtiere haben allerdings ihr Revier, was sie in der Regel nie verlassen. Hier in der Kalahari haben sie sehr große Reviere, die weit in die Dünen hineinreichen und so bekommt man sie öfter nicht zu sehen.
Aber genießt einfach ein paar Bilder die ich in den letzten Tagen machen konnte, es ist eine kleine Auswahl:

Die Eltern des kleine Bat-eared Foxes waren gerade damit beschäftig, einen Honey Badger zu vertreiben. Er saß verängstig und laut rufend unter einem Baumstamm, da ein Southern Pale Chanting Goshawk, das sind diese mittlere größe Greifvögel, sich eine leichte Mahlzeit versprach.
Der kleine Bat-eared Fox nahm die günstige Gelegenheit sofort war und flüchtete unter mein Auto. Klasse, nun habe ich ein neues Haustier, wo ist der kleine Fox eigentlich?
Zum Glück waren zwei Brüder aus Süd Afrika gleich hinter mir. Mit den Beiden habe ich einige Fahrten hintereinander den Fluss runter und wieder rauf gemacht. Sie sind sehr nett und witzig, haben immer kaltes Bier im Auto und meinen, ich hätte so viel Glück mit den Tieren, da müssten sie in meiner Nähe bleiben.
Ich winkte den beiden zu, sie kamen mit ihrem Auto an meine Seite und ich erklärte ihnen mein Problem mit dem kleinen Fox.
Nach langen Versuchen und erst, als der eine wirklich aus dem Auto ausstieg, machte sich der kleine Fox wieder zurück zu seinem Baumstamm. Der Goshawk war inzwischen verschwunden, also keine Gefahr mehr, die Eltern hatten den Honey Badger vertrieben und kamen langsam wieder näher.
Somit konnten wir weiter fahren, langsam wurde es auch höchste Zeit, das Gate schließt!

Das ist ein Southern Pale Chanting Goshawk, der den kleinen Fox gerne zum essen eingeladen hätte.

Das ist ein Honey Badger, der mit den Eltern des kleinen Fox gespielt hat.

Das ist ein ausgewachsener Bat-eared Fox.
Noch ein paar Bilder zum genießen: