Kgalagadi – 10.01.2018

Kgalagadi Transfrontier Park

Semi-Desert Wilderness

10 Januar 2018

Der Campground der Kalahari Game Lodge ist sehr schön, direkt am Auob River, einen der unzähligen Trockenflüsse in Namibia, gelegen.

Die einzelnen, insgesamt sechs Plätze liegen weiter auseinander, jeder Platz hat eine eigene Dusche und ein eigenes WC, ein Sonnendach, eine Feuerstelle und einen unverbaubaren Blick auf den Fluss.
Es gibt Strom, aber nur 12V Solarstrom, leider habe ich keinen solchen Adapter für meinen Kühlschrank.
Das warme Wasser wird über einen Wärmetauscher erzeugt, also sehr ökologisch alles.
Der Nachteil, die Wärmedämmung ist bei dem Wasser anscheinend nicht vorhanden. Somit hat man am Abend nur heißes, auch das kalte Wasser ist heiß und am Morgen nur kaltes Wasser.
Im Gegensatz zum letzten Jahr ist es in dieses Jahr, hier in der Kalahari sehr trocken und heiß. Jeden Tag sind es über 40 Grad, da macht das kalte Wasser am Morgen sogar Spaß und was heißt bei diesen Temperaturen schon kaltes Wasser?
Obwohl es dieses Jahr so trocken ist, gibt es eine Unmenge an Stechmücken. Wenn die Sonne untergeht, hört man im Bad und in der Toilette bereits das typische Mückensummen, dieser fiese helle Surrton.
Ab 20:00 Uhr kann man nicht mehr draußen sitzen, da machen sie sich auf den Weg, um ihre Opfer zu finden. Zum Glück dauert das ganze Spektakel nur ca. eine Stunde, die muss ich halt im Zelt verbringen.
Warum es in diesem Jahr so viele Mücken gibt, konnte mir auf der Lodge keiner erklären, sie hätten hier im Haus dasselbe Problem und Mücken bräuchten ja stehendes Wasser, in dem die Larven leben und heranwachsen können.
Das kann ja eine anstrengende Zeit an den Abenden im Kgalagadi TP werden, Mata Mata ist ja nur 20 Kilometer entfernt.

Die Lodge umfasst ein riesiges Gelände mit allen gängigen Tierarten, die in der Kalahari leben. Auch haben sie drei oder vier Löwenrudel, die sind allerdings in einem gesonderten und zusätzlich abgesicherten Teil untergebracht.
Man kann zwar auf dem ganzen Gebiet mit dem Auto umherfahren, zu den Löwen kommt man aber nur mit einem Guide und nur auf einem Game Drive.

Ein Guide bin ich nun selber und Löwen werde ich in der Kgalagadi wohl genügend sehen. Also verbringe ich die Zeit lieber am Pool und kühle mich im Wasser immer mal wieder ab.

Hunderte von Vögeln durchstreifen in einem riesigen Schwarm das Gras im Flussbett, auf der Suche nach Samen. Ein wunderschönes Schauspiel, wenn, wie in Wellen, die Vogelschwärme immer wieder aus dem Gras auftauchen, um ein paar Meter weiter wieder zu landen. Wenn sie eine Gefahr spüren, flüchten sich in die Bäume, um einige Minuten später nach und nach, wieder in das Gras zu fliegen.
Am Nachmittag kam noch ein LKW-Wohnmobil mit einem deutschen Pärchen, das etwas älter war als ich, auf der Lodge an. Ich hatte den Platz sechs auf dem Campground, den letzten der Plätze ganz am Ende, alle anderen waren nicht belegt, aber sie mussten sich auf den Platz fünf stellen.
Warum müssen gewisse Personen immer Gruppenbildung betreiben?