Kgalagadi – 07.02.2018

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Kgalagadi Transfrontier Park

Semi-Desert Wilderness

06 Februar 2018

Twee Rivieren ist das größte Camp hier im KTP.
Alle, die aus Süd Afrika in den Park kommen, und das sind die meisten, bleiben hier mindestens eine Nacht.
Entsprechend voll ist es am Morgen auf dem Game Drive.
Ein Auto nach dem anderen fährt durch das Gate und jeder will schneller sein, als erster am Wasserloch sein. Also wird überholt und Gas gegeben.
Auf der Botswanischen Seite haben wir unser eigenes Gate, das man selber auf und zu machen muss. Eine Kette hält irgendwie die beiden Tore zusammen und ist noch mit zwei Drähten fixiert.
Das muss man alles entknoten, durchfahren und wieder verschließen.
Die Leute auf der Süd Afrikanischen Seite müssen zur Rezeption fahren, dort ihr Driver Permit abholen und können dann zu ihrem eigenen Gate raus fahren.
Die Straßen zu den Wasserlöchern sind Schotterpisten, also gut zu fahren, auch mit einem normalen PKW.
Der Nachteil, es staubt unheimlich und wenn der Wind von vorne kommt, sieht man nichts mehr, kommt er von der Seite, sieht man die Tiere nicht.
Laut der Aussage von Bernd und der Meinung vieler hier im Park, ist Kij Kij das beste Wasserloch am Morgen.
Kij Kij ist mehr eine längliche Grube voll Wasser, mit einem Damm Drumherum.
Auf der Seite, auf der die Sonne aufgeht, kann man den Damm befahren und hat so eine gute Sicht auf das Wasserloch.
Der Nachteil, man sitzt sehr hoch über dem Wasserloch und schaut auf die Tiere runter. Auch ist der Platz beengt, was den morgendlichen Fahrstiel einiger erklärt.

Am Kij Kij waren wirklich Löwen, erst drei Weibchen, dann ein einzelnes Männchen.

In meiner Zeit in Two River waren die drei Löwinnen jeden Morgen zum Trinken hier.
Aber jeden Morgen denselben Weibern auf den Hintern schauen, wenn sie trinken, ist mindestens so aufregend wie ein schlafender Löwe im Schatten.

Auch am Abend war am Kij Kij nicht viel los, hatten die Weibchen gefressen, so lagen sie den ganzen Tag hier bam Wasserloch.
Eines der Löwenweibchen hatte irgendwann im Laufe des Tages ein junges Gnu gerissen und es sich als Nachtisch für den Abend aufgehoben. Nun fing es an, den kleinen Happen zu zerlegen, wobei sie ihren Kolleginnen durch heftige Laute zu verstehen gab, das ist meins.
In der Zeit in Two Rivers habe ich versucht, eine Übernachtung in Nossob oder in Polenswa zu bekommen. Ich wollte den Park über das Kaa Gate verlassen und weiter nach Botswana fahren.
Aber beide Campgrounds waren ständig ausgebucht und von Two Rivers bis zum Kaa Gate ist es mir zu weit für eine Tagestour.
So änderte ich meine Planung, Morgen geht es noch einmal für drei Nächte nach Mata Mata zurück.
Dann geht es, wieder über Keetmanshoop, in die Namib. Zuerst nach Aus, hier hoffe ich auf die wilden Wüstenpferde, dann nach Sesriem.
Anschließend geht es nach Windhoek, hier bekommt mein Auto einen Wellness Tag und dann geht es nach Botswana.
So kann ich auch noch einmal nach der Giraffe im Fluss schauen und sehen, was mit ihr passiert ist.