Kgalagadi – 06.02.2018

Kgalagadi Transfrontier Park

Semi-Desert Wilderness

06 Februar 2018

Bernd war bereits vor ein paar Tagen abgereist, er hatte einige Nächte im Rooipus Camp ergattert.
Es ist zwar ein Botswanisches Camp in der Nähe von Two Rivers, also mit eigentlich Nichts, aber das beliebteste Camp hier im Park.
Es ist nahe am Kij Kij Wasserloch, dem angeblich besten Morgen Wasserloch. Somit sind diejenigen die ersten dort und auch die letzten die wegfahren müssen.
Ich hatte hier in Mata Mata noch einmal verlängert, um das Geschehen um die Giraffe herum beobachten zu können.
Zusätzlich hatte ich noch Steve wiedergetroffen, einen jungen Süd Afrikaner aus Jo-Burg, den ich im letzten Jahr hier kennen gelernt hatte.
An diesem Morgen hieß es aber auch für mich wieder einpacken, denn in diesem Jahr möchte ich auch ein paar Tage in Two Rivers verbringen.
Auch Steve musste weiter, er hatte einige Tage in Nossob gebucht und so machten wir den Morgen Drive, mehr oder weniger, gemeinsam den Auob River runter.
Am 14ten Wasserloch traf ich ihn wieder, er stand direkt am Wasserloch und fotografierte eine Giraffe beim trinken.
Vorsichtig fuhr ich näher ran, Giraffen beim trinken sind sehr nervös und ich wollte ihm das Motiv nicht zerstören, als ich schräg hinter ihm, im Schatten eines Busches, einen Geparden liegen sah.
Nun konnte ich keine Rücksicht mehr auf seine Giraffe nehmen, fuhr nahe an ihn ran und drehte mein Auto um, damit ich einen besseren Blick auf den Geparden bekommen.

Natürlich schreckte das die Giraffe auf und Steve schaute etwas genervt zu mir rüber.
Ich sagte zu ihm; Ein schönes Motiv deine Giraffe, aber magst du keine Geparden mehr?
Ein Gepard? Wo ist hier ein Gepard? Bekam ich als Antwort.

Direkt hinter dir! Sorry aber ich musste umdrehen um ihn besser zu fotografieren, gab ich als Antwort zurück.
Eine wirklich nette und lustige Situation, Steve der immer so auf Katzen aus ist, fotografiert eine Giraffe beim trinken und sieht den Geparden im Schatten seines Wagens nicht.
Etwas später zog der Gepard auf die andere Seite des Flusses, wir beobachteten ihn noch etwas, da er sich immer wieder hungrig umschaute.
Wir tauschten noch einige Informationen aus, Steve wollte dieses Jahr über Bitterpan zurück fahren, die Strecke bin ich im letzten Jahr gefahren.
Nach einiger Zeit, wir wollten uns gerade voneinander verabschieden, da sahen wir aus dem Augenwinkel die Staubwolke.

Der Gepard hatte tatsächlich einen Springbock, der ihm zu nahe gekommen war, erlegt und wir beiden Helden habe es fast verpasst. Zumindest für ein Foto war es zu spät, da kam er schon mit dem Springbock im Maul wieder zu seinem Platz unter dem Baum zurück.
Für andere Fotos ist er zu weit weg, also machen wir uns auf den Weg, Steve nach Nossob, ich nach Two Rivers.
Die Fahr nach Two Rivers war nicht besonders aufregend, was um diese Tageszeit nicht verwunderlich war und so fuhr die 124 Kilometer gemütlich vor mich hin.
Ich kam gerade in Two Rivers an und war auf dem Weg zur Rezeption, wer läuft mir hier über den Weg, Bernd.
Was machst du denn hier, ich denke du bist in Rooipus, frage ich ihn.
Die Tage sind schon wieder um, verlängern geht nicht da alles ausgebucht ist. Nun bleibe ich hier noch zwei oder drei Nächte in Two Rivers.
Ja, ja, der Park ist doch klein.
Somit gingen wir zusammen zur Rezeption und versuchten uns auf der Botswanischen Seite, auf dem Camp, anzumelden.
Two Rivers ist die Seite von Botswana, Twee Rivieren die von Süd Afrika. Beide sind in demselben Gebäude, die einen links, die anderen rechts.
Aber so einfach, hier an der Rezeption von Botswana, eine Übernachtung auf ihren Campground zu buchen, das geht nicht.
Der Kollege muss erst in Gaborone anrufen und nachfragen, ob auf seinem Campground noch etwas frei ist.

Der Botswanische Campground hat vier Stellplätze und keiner war dort. Man könnte das auch anders regeln, aber das ist halt Botswana.
Hier auf dem Campground gibt es nur die normalen Holzdächer als Schattenspender und einem Feuerstelle per Stellplatz.

Im Gegensatz zu den anderen Campgrounds, im tieferen Teil von Botswana, gibt es hier auch ein Gebäude mit Toiletten und Duschen, allerdings nur mit kaltem Wasser.
Strom gibt es auch keinen, aber der Campground ist zumindest umzäunt, was bei den anderen auch nicht so ist.
Kommt man vom Morgen Drive zurück, fährt man auf den Campground von Twee Rivieren und stellt sich Tagsüber hier hin. Es gibt Strom, man kann warm duschen, sogar eine Waschmaschine gibt es hier und natürlich den Shop du die Tankstelle.
Nach dem abendlichen Game Drive fährt man auf den Campground von Two Rivers und schläft dort.
Ja, es ist nicht nett als Schmarotzer Twee Rivieren zu benutzen, aber für jede Übernachtung in einem der Südafrikanischen Campgrounds bezahle ich für zwei Personen und bin immer alleine dort. Ich hoffe sie werden es verkraften und mir verzeihen.