Kgalagadi – 01.02.2018

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Kgalagadi Transfrontier Park

Semi-Desert Wilderness

01 Februar 2018

Eine kleine Frage an meine geschulten und interessierten Leser:
Was findet man in der Kalahari am meisten vor?
Sand, genau!
Ja, der KTP ist eine Nationalpark und auf der Süd Afrikanischen Seite auch sehr gut mit Campgrounds, Shops und Tankstellen ausgestattet.
Dennoch handelt es sich um eine Halbwüste mit viel Sand, Wind und ohne asphaltierte Straßen. In der Broschüre vom Park steht extra, man solle mit 4×4 fahren, um die Straßen zu schonen.
Was hat ein Polo oder eine ähnliche Mietwagenklasse nicht?
Allrad, genau!
Nun kommen immer mehr, meistens unerfahrene Ausländer, mit ihren kleinen AVIS Polo Mietwagen hier an und fahren im Park umher.
Was passiert dann vielen von ihnen, wenn etwas mehr Sand auf der Straße ist?
Steckenbleiben, genau!
Das ist nun schon der dritte Kleinwagen, beim dem ich helfen muss, ihn wieder aus dem Sand zu bekommen und dann auch noch ein Pärchen aus Deutschland.
Das Auto hat keine vernünftige Bodenfreiheit, kein Allrad und dann auch noch normale Straßenreifen, das kann hier nicht funktionieren.
Sich dann aber auch noch bei der Rezeption über den Sand auf den Straßen beschweren, weil man ja stecken geblieben ist (ich war um Glück nicht dabei, Bernd erzählte mir dies am Abend), ist in meinen Augen schon wieder dreist und frech.

Ich bin ja auch nur mit dem Nötigsten ausgestattet, noch nicht einmal einen Tisch habe ich. Aber den brauche ich auch nicht, warum also einen kaufen und mitschleppen?
Aber so minimal hier in der Kgalagadi umher zu fahren, kein richtiges Auto, keine Stühle, keinen Kühlschrank und ein Zelt, nur etwas größer als die Mülltonne, das ist doch schon sehr extrem, finde ich.
Ich habe noch ein junges Pärchen aus der Schweiz kennen gelernt. Beide nicht wirklich Afrikaerfahren, haben sich in der Schweiz ein älteres Auto gekauft, es umgebaut, nach Durban verschifft und es dort abgeholt. Anschließend sind sie für Monate durch das südliche Afrika gefahren und nun langsam wieder auf dem Rückweg nach Durban.
Wow, was für eine tolle Tour, da hört sich meine Reise wie ein Schulausflug an.

Endlich habe ich meine zweite Schlage, hier im Park, gesehen.
Ich gebe ja zu, sie war in einer etwas misslingen Lage und egal wie sehr sie sich gewunden hat, sie wurde wenige Augenblicke darauf verspeist.
Immer nur Löwen oder Geparden sind auch langweilig. Darum bekommt ihr nun eine kleine Auswahl an anderen Tieren, die mir sonst noch so über den Weg gelaufen sind.