Desert Spring – Erdmännchen

Bush – Telegraph

Erdmännchen

The days of my journey


Ja die Erdmännchen!

Ob ich sie alle gezählt habe? Nein!

Aber hier in der Kalahari habe ich ein neues Verständnis von Erdmännchen bekommen.
Es gibt drei Arten von Erdmännchen.
Die einen haben ihr Leben in der Wildnis und der erträglichen Futtersuche aufgegeben und hausen nun als Bettler und Vagabunden auf den Campgrounds.
Hier betteln sie nach Futter und klettern dabei fast am Stuhl hoch. Außerdem durchsuchen und öffnen sie alles, und buddeln Löcher vor dem Zelt. Diese Sorte nervt einfach nur.
Viel Erdmännchen leben noch ganz normal in der Natur, sind aber sehr scheu, die mag ich.
Aber aus genau dieser netten Art hat sich ein Kamikaze Erdmännchen entwickelt.
Sie laufen zwei Meter vor dem Auto auf die Straße, so das man nicht mehr bremsen kann, und jedes Mal denkt man, man hätte einen überfahren.
Schaut man dann in den Rückspiegel, steht das Erdmännchen wie Angewurzelt mindestens eine Minute auf der Straße.
Was denkt sich das Viech dabei?
„Was war das für ein Zug, der Stand doch nicht auf dem Fahrplan?“
Oder, „hab dich, du bist dran“.
Ich habe sie Autoreifenjunkies genannt.
Kommt ein Auto, springen sie auf die Straße, stoppen direkt am fahrenden Auto, schnuppern an den sich drehenden, heißen Reifen und im anschließenden Fahrtwind genießt sie ihr Kick.