Desert Spring – 23.01.2017

Bush – Telegraph

23.01.2017

The days of my journey


Hallo meine Lieben!

Eine gute Entscheidung, die Umbuchung. Gestern am Abend wurde es richtig voll und entsprechend laut in Nossob. Sogar meine beiden typischen Nachtigallen, die mich seit dem ersten Tag in der Kalahari begleiten, der „Hochfrequenzfrosch“ und der „Im Nebenzimmer läuft ein Kofferradio mit Nachrichten“ Wasauchimmeresfüreintierist, waren sogar verstummt.
Dafür schlugen neue, sehr störende Geräusche an, die einem aus dem Schlaf rissen. Dreimal in der Nacht, heulte so eine blöde Autoalarmanlage auf. Wer soll den bitteschön hier etwas klauen.
Auch der Weg nach Mata Mata hat sich gelohnt, drei Spotted Hyaenas, ein Hony Badger, fünf Löwen, ein Brown Hyaena und vier Cheetahs, das ist doch einmal eine gute Mischung.
Aber was ist das, bin ich wirklich noch in der Kalahari?
  • Sind wir irgendwo falsch abgebogen?
  • Schlafe ich noch und träume wieder?
  • Ist es wieder nur ein Fehler in der Matrix?

Was will uns dieses Schild in der Wüste sagen?
  • Ist hier ein Hafen für Wüstenschiffe in der Nähe?
  • Gibt es hier ein Kalahari-Namib-Kanal?
  • Vorsicht! Treibsand?
Afrika ist schon so manches Mal ein rätselhaftes Land.
In Mata Mata habe ich wieder meinen alten Platz, Nr. 19 bekommen, schön wenn man wieder auf Bekanntes stößt.
Ihr fragt euch sicherlich alle, wie so ein Zelt aufgebaut wird. Das ist ganz einfach, in ca. 10 Minuten erledigt und der Erklärbär zeigt es euch einmal.

Das Schwierigste ist,
den richtigen Platz zu finden. Wo ist der Baum, der Strom, das Wasser, der Braai, wo ist es gerade, wo sind Steine, Löcher, Wurzeln? Das ist immer das größte Problem und dauert am längsten.

Erstens:
Einfach das Zelt, an der ausgesuchten Stellen, flach auf dem Boden ausbreiten. Immer darauf achten, wo die Eingangstür ist und wo sie am Ende sein soll

Zweitens:
Die Zeltstangen aus dem Auto holen und hoffen, dass man keine vergesse oder verloren hat.

Drittens:
die Zeltstangen, die aus Eisen sind, entsprechend den vier Seiten vom Zelt verteilen. Immer darauf achten, dass auch überall ein Fuß-Stück dabei ist und dass manche Stangen zusammengebunden sind. An jeder Seite müssen drei Stangen sein.

Viertens:
nun die Zeltstangen zusammen stecken, etwas biegen und in die Ösen am Boden des Zeltes verankern. Man fängt mit einer Seite an, am besten die, die an dem Stern befestigt ist. Steckt alle drei Stangen zusammen und verankert diese Seite in der Öse.
Jetzt das etwas instabile Gebilde gut festhalten und mit der gegenüberliegenden Seite dasselbe machen. Mit einem kleinen Kunstgriff die dritte und vierte Seite vervollständigen.
Fünftens:
Fertig ist die Donnerkuppel. Nun nur noch die Ösen von oben nach unten an den Zeltstangen einhängen.

Sechstens:
nur noch das Bett „aufstellen“

Siebtens:
Der wichtigste Punkt, nie die Tradition vergessen. Es ist Sitte und Brauchtum, bereits seit 2006, wenn das Zelt aufgebaut ist, gibt es ein Bier. So war es schon immer, so ist es immer, so wird es immer bleiben.
So einfach und schnell baut man hier sein neues Zuhause auf.