Desert Spring – 12.01.2017

Bush – Telegraph

12.01.2017

The days of my journey


Hallo meine Lieben!

Ihr wisst gar nicht, wie gut es euch geht! Geregelte Arbeit, morgens und abends ist es dunkel, es ist kalt und ihr müsst nicht schwitzen. Ihr könnt immer mit überfüllten Busen oder der U-Bahnen, oder was immer fahren. Lach!

Ich muss jeden Morgen um 4:00 Uhr raus, ständig aus- und wieder einsteigen um Gates zu öffnen und schließen, über Sandpisten durch die Gegend fahren und Löwen zählen. Heute waren es 11, es ist heiß, staubig, teilweise schlammig. Mittags gibt es dann Bier und am frühen Abend muss ich wieder los zum zählen.

Das ist ein verdammt harter Job, aber jemand muss ihn ja tun.

Jetzt sieht man auch, warum man auch in der Kalahari ein etwas größeres Auto fahren sollte, nicht alle Wege sind immer gut und einfach zu befahren.
Aber der Hauptgrund ist:
Es mach einfach verdammt viel Spaß, man hat Platz ohne Ende, man sitzt höher und hat einen besseren Überblick und solche kleinen Pfützen sind nicht erst zu nehmen.
Außer man übersieht so einen Dip und heizt mit rund 40 km/h durch.
Wie heißt Ranger eigentlich mit Vornamen? Kann ich ihn Harry nennen? Dann ist es jetzt Dirty Harry!
War ich froh keinen Beifahrer zu haben, der hätte jetzt eine kostenlose Schlammpackung bekommen. Das Fenster war offen und das linke Vorderrad hat den Dip und die Pfütze voll getroffen. Nach dem Mittag habe ich dann zwei Stunden das Auto dann von innen geputzt, der Schlamm ist sehr hartnäckig.
Heute hat es gegen Mittag wieder geregnet und am Abend ist ein schweres Gewitter dicht an uns vorbei gezogen. Am Verhalten der Tiere kann man erkennen, wie lange und wieviel es noch regnen wird.

Was sagt dieser Vogel in der Wüste über das kommende Wetter aus?