Desert Spring – 02.02.2017

Bush – Telegraph

02.02.2017

The days of my journey


Fakten, Fakten, Fakten

Am 30.12.2016 bin ich um 22:20 Uhr von München nach Johannesburg aufgebrochen, eigentlich bereits um 21:00 Uhr.
Um 9:20 Uhr sind wir in Jo-Burg gut gelandet, dann durfte ich einmal den gesamten Flughafen und die Sicherheitschecks im lockeren Laufschritt anschauen.
Um 9:50 in das nächste Flugzeug nach Windhoek springen und um 11:45 Uhr bereits bei meinem Abholer hinter der Immigration und dem Zoll zu sein.
Nett, wieder derselbe Kollege vom letzten Jahr, der mich zum Flughafen gebracht hatte. Wie war das, „Total Recall“, die Matrix hat Fehler, das Wurmloch hat seine Richtung geändert, “Beam me up, Scotty”.
Egal, es geht um Fakten, Fakten, Fakten noch Fragen Kienzle?
Nach zwei Nächten in Windhoek, brach ich am 02.01.2017 nach Sesriem auf, über 300 km auf Schotterpiste, in Hitze und Staub. Hier traf ich völlig überraschend Milna, wie im letzten Jahr, und versuchte einige Fotos zu machen.
Vier Nächte später, am 06.01.2017 durchquerte ich Namibia von West nach Ost, über 550 km bis zum Kalahari Transformer Park, wieder durch Hitze, Staub und Einsamkeit.
Ich kam aus der ältesten Wüste der Erde und fuhr in das größte zusammenhängende Sandgebiet der Erde.
Am 07.01.2017 eroberte ich den Kgalagadi Transfrontier Park von Mata Mata aus und zog unendliche 24 Tage lang, in alle möglichen und unmöglichen Ecken des Parks.
3 Länder, ein Park, 24 Tage, leben im Nirgendwo, kein Land hatte mich registriert.
Am 30.01.2017 traf ich Bernd im Nirgendwo, wie war das im letzten Jahr, mir kreiste der Kopf, und zog ich wieder aus dem Park aus.
Namibia nahm mich wieder auf, ich konnte zurück, keine Fortsetzung von „The Terminal“ als „Between The Fences“
01.02.2017, die Zivilisation hat mich zurück, der Weg nach München schein frei zu sein, aber will ich das?
Fakten, Fakten, Fakten:
Drei Länder, Namibia, Südafrika, Botswana.
Eine Tour „Desert Springs“, die zwei Gefährten „Aberhasi und Ranger“, unzählige Abenteuer, Blumen und Überschwemmungen in der Wüste und zum Schluss auch noch die Musik zum Trip gefunden.
36 Tage unterwegs, nach Rangers Meinung 8440 km durch den unwegsamen, unbekannten Busch.
214,36 Stunden im Sattel gesessen, die Stunden am Wasserloch nicht mitgerechnet.
Über 10.000 Fotos und gefühlt eine Tonne Sand und Staub in den Klamotten.

Aber es gab auch ein schweres Unglück. Leider ist uns an einem Wasserloch ein schrecklicher Unfall passiert und wir müssen uns von Jerry verabschieden. Ruhe in Frieden!