Desert Spring 2017

Desert Spring – Wüstenfrühling

Meine Tour im Januar 2017 führte mich von Windhoek in die Namib, die älteste Wüste der Erde, bis in die Kalahari, die größte zusammenhängende Sandfläche der Erde.
Der Titel zu dieser Tour ergab sich in der zweiten Woche im Kgalagadi Transfrontier Park, als nach dem Regen die Gräser, Blumen und Büsche zu waschen, ergrünen und blühen anfingen.
Viele Tiere waren in der Paarungszeit, andere wiederum brachten bereits ihre Jungtiere zur Welt.
In der eigentlichen Trockensavanne, der Kalahari, erwachte ringsherum das Leben und so ergab sich der Titel für meine Reise von selber, obwohl es vom Kalender her bereits Sommer war.

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Die Namib

Der Name Namib stammt aus der Nama-Sprache und bedeutet „Leerer Platz“, oder „Ort, wo nichts ist“.
Mit einem geschätzten Alter von rund 80 Millionen Jahren ist die Namib die älteste Wüste der Welt.
Sie hat eine Ausdehnung von circa 2000 Kilometern und erstreckt sich von der Skeletküste im Norden Namibias, bis zum Oranje im Süden und reicht circa 160 Kilometer in das Landesinnere.

2013 wurde die Namib als UNESCO-Welterbe „Namib Sand Sea“ aufgenommen hat eine Fläche von circa 31.000 km².
Bei einer Schwankung der Tagestemperaturen von bis zu 70 Grad Celsius, tagsüber deutlich über 50 °C, Nachttemperaturen von unter 0 °C, jahrelangen Trockenperioden und Sandstürmen, sind Pflanzen und Tiere einer extremen Lebensbedingung ausgesetzt.
Der Namib-Naukluft-Nationalpark ist durch die hohen roten Dünen und einem faszinierenden, intensiven Farbspiel des Lichts bekannt. Je nach Sonnenstand, Lichteinfall, Blickrichtung und Luftfeuchtigkeit ändern sich die Farben der Dünen von feuerrot, über gelb bis zu beige.
Die bekanntesten Dünen sind, „Dune 45“, „Big Daddy“ und „Big Mama“. Die Düne 45 heißt „Dune 45“, weil die Dünen einfach durchnummeriert wurden und es die Nr. 45 ist. Sie ist die erste Anlaufstelle für alle Frühaufsteher, um auf ihr den Sonnenaufgang zu genießen.
„Big Daddy“ ist die höchste Düne, mit circa 380 Meter Höhe und wird oft als die höchste Dünen der Erde bezeichneten. „Big Mama“ ist niedriger, schließt das Sossusvlei, die bekannteste Salzpfanne hier, ein.
In der Sprache der Nama bedeutet Sossus „blinder Fluss“ und eine Salz-Lehm-Pfanne wird in Afrikaans Vlei“ genannt.
Der Tsauchab Fluss versandet nach ca. 65 km beim Sossusvlei in den Sanddünen. Das auf der rechten Seite gelegene Deadvlei wurde vor sehr langer Zeit durch die Dünen vom Tsauchab abgeschnitten, Aufgrund des entstandenen Wassermangels sind die Bäume hier, bis auf einen sehr kleinen Teil, abgestorben. Bei den Bäumen im Deadvlei handelt es sich um Akazien, die bis zu 500 Jahre alten sind.
Durch die extreme Trockenheit verrotten die abgestorbenen und vertrockneten Bäume nur sehr langsam und bieten dadurch eine bizarre, fast surrealistisch Landschaft.

Die Kalahari

Woher der Name Kalahari stammt, ist nicht genau geklärt. Wahrscheinlich stammt es von dem Tswana-Wort keir, welches „großen Durst“ bedeute.
Oder es handelt sich um einen Schreibfehler der Kolonialmächte für das Wort kgalagadi, von den Wörtern kgala für „Abstand“ und gadi für „groß, weit“.

Oftmals wird die Kalahari als Wüste bezeichnet. Es handelt sich hierbei aber um eine Dornbusch- und Trockensavanne, die zum größten Teil von Dornensträucher, Wüsten- und Dünengräser aber auch Akazienbäume bewachsen ist.
Das die Kalahari zu den Wüsten gezählt wird, liegt wohl an den vorherrschenden Sandböden. Im Süden ist die Farbe des Sandes größtenteils rot, im Norden und Osten überwiegen gelbe und graue Farbtöne.
Die Kalahari bildet die größte zusammenhängende Sandfläche der Erde und ist Teil eines riesigen Sandbeckens. Das Kalahari-Becken erstreckt sich im Süden vom Oranje Fluss bis nach Angola, im Westen bis nach Namibia und im Osten bis nach Simbabwe.