Bushwise – 27 Aug 2017

Bush – Telegraph

KW.33 2017

News from the bush!


Hallo meine Lieben!

Eine Woche 4×4 Off Road Training, die beste Woche in diesem Kurs.
Mark, ein 4×4 Spezialist, ist extra zu uns gekommen, um uns auszubilden.

Wie immer starteten wir am Montag mit der Theorie, was sehr interessant war und ich konnte noch einiges über Allradfahrzeuge lernen.
Danach kam leider die Ernüchterung, jeweils ein Team hat an einem Tag 4×4 Training, die anderen Teams gehen auf Game Drive.
Nachdem ich in der Gruppe C bin, hatte ich mein 4×4 Training also erst am Donnerstag.
Die Game Drives machen ja Spaß, aber Tiere sehen wir kaum und an jedem fünften Baum zu halten und darüber zu sprechen finde ich nicht so berauschend.
Wenn ich mir vorstelle, ich habe Gäste auf einem Game Drive und zeige und erzähle ihnen drei Stunden etwas über Bäume und Gräser, vielleicht einige Spuren erklären, dann werden sie sicherlich nicht Happy sein.
Zudem hat die Off-Week Woche wohl nicht allen wirklich gut getan und viele sind Geblitzdingst worden.
Bei unserem ersten Game Drive hatten wir überhaupt keine Hotbox im Auto, was am frühen Morgen den Kaffee Stopp nicht besonders attraktiv macht.
Der zweiten Game Drive, am selben Tag Nachmittags, dieses mal war keine Milch in der Hotbox.
Am nächsten Morgen, der dritte Game Drive infolge, nur lauwarmes Wasser in den Thermoskannen.
Auf dem Rückweg krachten wir zu allerletzt auch noch in einen Baum, der von einem Elefanten auf den Weg geworfen wurden war.
Wozu hat ein Auto so ein großes, rundes Ding in der Front vom Fahrersitz?
Wozu kann man das große, runde Ding, außer zum Festhalten, noch verwenden?

Also stiegen wir aus, schauten unsere leichten Verletzungen an und fingen an, den Baum von der Straße zu entfernen.
Immerhin lernten wir nun, warum es wichtig ist, eine Säge, eine Axt und eine Panga im Auto zu haben.
Endlich war Donnerstag und unser 4×4 Training startet und zum Glück nahmen wir den Toyota Land Cruiser.
Wir fuhren nach Makalali zu einem abgelegenen Teil, wo die Straße durch einen tieferen Trockenfluss führte.
Erster Punkt, aussteigen und alles aus dem Auto ausladen.
Nun ging es zu Fuß durch den Fluss, zum Glück ist ja Trockenzeit, also gab es kein Wasser.
Hierbei geht es darum zu erkunden, wie der Boden beschaffen ist und wie Steil die Winkel bei der Abfahrt und bei dem Anstieg sind.
Das ist sehr Wichtig, denn wenn die Winkel steiler sind als die Böschungswinkel am Auto, werden wir uns fest fahren.
Nun fuhr Mark einmal mit uns allen durch den Fluss, erklärte einiges und bei der Ausfahrt stoppte er den Motor.
Hier ging es nun darum, das Auto im Rückwärtsgang zu starten, zurücksetzen bis zum Flussgrund und erneut den Anstieg, mit etwas mehr power, in Angriff zu nehmen.
Anschließend durfte jeder von uns einmal diese Prozedur selber durchfahren und somit war der erste Teil des 4×4 Trainings abgeschlossen.
Wir packten alles wieder in das Auto ein und fuhren zu einem anderen Flussbett mit viel Sand.
Auf der Fahrt zu dem zweiten Flussbett entdeckten wir eine Herde Elefanten, hielten an und beobachteten sie eine längere Zeit.

Warum sehen wir die Tiere immer nur auf Sonderfahrten, nie aber auf einem der Game Drives?
Bei mir fing nun langsam ein trockener Husten an, der im Laufe des Tages immer heftiger wurde.
Hier im Sand ging es nun darum, ein Auto, welches sich tief im Sand festgefahren hat, zu bergen. Also durften wir nun vier tiefe Löcher in den Sand buddeln und den Range Rover von Ben darin versenken.
Das Beste, was man mit einem Range Rover machen kann, zumindest mit unseren.
Anschließend brachten wir das Abschleppseil an beiden Autos an, wobei ein Kinetisches verwendet wird.
Das bedeutet, dass Seil kann sich recht weit dehnen, es gibt keinen starken Ruck beim Bergen und die Energie aus dem Seil hilft zusätzlich beim Ziehen.
Hierzu saß jeweils ein Kollege im Range Rover und gab im Rückwärtsgang Vollgas, ein zweiter Kollege saß im Toyota und zog den Range Rover aus dem Sand.

Nach jeder Bergung mussten die Löcher wieder erneut ausgehoben werden, so lange, bis jeder von uns einmal jedes Auto gefahren hatte.
Den besten Job dabei hatte Mark, unser Trainer (siehe Vordergrund).
Beim letzten Bergungsversuch verzog sich die Radaufhängung des Range Rovers, so dass nun das linke Rad nach links und das rechte Rad nach rechts zeigte, nicht optimal zum fahren.
Wir räumten alles wieder auf, säuberten das Flussbett und versuchten den Range Rover zu reparieren.
Aber selbst die Profis, Mark und Trevor, wussten irgendwann nicht weiter.
Wir fuhren wieder mit dem Toyota zurück und Ben brachte den Range Rover irgendwie doch wieder zum Campus.
Mein Husten hatte sich immer mehr verschlimmert, jetzt kam auch noch etwas Fieber dazu und so verschwand ich schnell im Bett, Hunger hatte ich auch keinen.
Am nächsten Morgen lag ich völlig flach und obwohl extra für diesen Tag Andre gekommen war, eine 4×4 Legende ^mit 25 Jahrn Erfahrung im Off Road fahren und der eigentliche Prüfer für den Kurs, musste ich die praktische Prüfung an diesem Tag leider absagen und blieb den ganzen Tag im Bett.
Am Abend zog Pierre dann in eine freie Hütte bei Gerhard, zu einem damit er schlafen konnte, zum anderen damit er sich nicht bei mir ansteckt.
Auch am Samstag ging es mir nicht besser und ich blieb wieder im Bett, somit verpasste ich auch die theoretische Prüfung.
Ben bot mir an, wenn es mit gegen Mittag besser ginge, könnte ich die Prüfungen dann nachholen, Mark und Andre würden das machen.
Gegen Mittag ging es mir nicht viel besser, aber ich wollte die Möglichkeit, bei Mark und Andre meine Prüfungen nachzuholen, nutzen.
Somit schrieb ich schnell die Prüfung und musste gerade mit dem Range Rover einmal zu den Säbelantilopen runter fahren, den Bergstop durchführen, etwas über das Auto erzählen und schon war ich nach zwei Stunden mit der Prüfung fertig.

  • Und was Sie betrifft, Treuer Leser …
    … lange Tage und angenehme Nächte!