Bushwise – 22 Jul 2017

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Bush – Telegraph

22.07.2017

News from the bush!


Hallo meine Lieben!

Wie immer wurde auch an diesem Samstag um 7:00 Uhr ein Test geschrieben.
Geologie und Ökologie standen auf dem Wochenplan und auch die ersten 15 Vögel wurden abgefragt. Nicht gerade die Fächer, für die ich ein besonders Interesse habe.
Nach dem Test ging es gegen 10:00 Uhr in die Metropole Hoedspruit.
Das Unangenehme an der Sache ist nicht die Stadt, sondern die Entfernung, beziehungsweise der Straßenverlauf. Man fährt schon eine gute Stunde oder etwas länger, bis man endlich die Stadt erreicht hat.
Ich brauchte Toilettenartikel, Waschmittel, Wäscheklammern und Kleiderbügel. Diese Dinge sind auf dem Campus wirklich Mangelware.
Zusätzlich brauchte ich noch Kaffee, Kekse und Äpfel für meinen Game-Drive in der kommenden Woche. Die Kaffeepause ist ein wichtiger Teil des Game Drive und die Trainer achten auf die Kleinigkeiten.
Wie bei uns bekommt man Lebensmittel und Hygieneartikel bei einem Discounter, hier zum Beispiel bei Pick and Pay. Wäscheklammern und Bügel bekommt man bei PEP, so etwas wie KIK bei uns.
Aber das Beste was ich eingekauft habe war ein Duschvorhang. Damit habe ich auch nicht gerechnet, dass ich in Afrika mal einen Duschvorhang kaufen muss.
In unsere Dusche auf dem Berg, gab es keinen und mich störte es, wenn nach dem Duschen immer der ganze Vorraum unter Wasser steht.
Es ging also kurzerhand noch in einen Hardwarestore und schon hatten wir einen schönen. Cremefarbenen Duschvorhang.
Wie ihr seht, sind irgendwie dieselben Dinge, die man auch in daheim auch braucht. Es hat sich also nicht sehr viel für mich geändert.
Das Schönste an dem Stadtausflug war aber meine nette Verabredung mit Karin aus München.
Es ist wirklich Witzig, wenn man sich hier in Hoedspruit mit jemand aus der Heim treffen kann, vor allem weil Karin sich hier sehr gut auskennt und zusätzlich noch die Deutsche Kontaktperson für Bushwise ist.
Sich mit Karin zu treffen ist leider nicht so einfach. Grob geschätzt liegt Masodini gerade einmal 40 Km entfernt von unserem Campus, allerdings gibt es hier keine Querverbindungen.
Somit müssen wir immer den langen Umweg über Hoedspruit machen, Karin kommt von links, wir kommen von der rechten Seite.
Durch das Treffen mit Karin komme ich auch endlich zu meinen ersten Besuch bei Sleepers, der berüchtigten Bar hier. Viel habe schon von dem Laden gehört, aber solch einen tollen Eindruck hat er bei mir nicht hinterlassen. Ganz nett und auch gemütlich, aber ein großer Freund von Feiern bin ich ja nicht.
Nach einem netten Plausch mit Karin ging es wieder zurück zum Camp. Schnell noch etwas aufgeräumt, ein wenig meine Bilder angeschaut, dann war es auch schon wieder Zeit für das Dinner.
Im Anschluss machten wir ein kleines Lagerfeuer und redeten und tranken etwas miteinander.
Als die Kids (Sorry für den Ausdruck, aber Leute unter 25 sind mittlerweile Kids für mich) mit ihren Trinkspielen und lauter Musik anfingen, konnte ich mich mit einigen anderen in das Klassenzimmer auf dem Hügel zurückziehen.
Das ist der große Vorteil hier, der Bereich für das Essen, die Küche, der Braai Bereich, wo wir Feuer machen dürfen, das alles befindet sich in der Nähe der Wohnbereiche der Kids. Hier auf dem Hügel sind wird doch etwas weiter entfernt und können unsere Ruhe haben.
Nur Rose und die beiden anderen Ladys haben den Krach genau vor der Tür.
Aber Rose wird sicher wissen, wie sie zu ihrer Ruhe kommt, da bin ich mir völlig sicher.
>Für meine nichtafrikanischen Freunde ein kurzer Beitrag von unserem Gymnasialprofessor Bömmel:
“Wat is en Braai? Da stelle mer uns mal janz dumm und sachen, en Braai iss ne großer Grill im Jarten. Aber nicht we bei uns so ne kleine Dingelchen, sondern meehr ne Feuerstelle. Hier machma erstmal richtich Feuer mit ne grosse Holzstämmchen und tringen nen Bierchen, aber jeder nor einen wönzigen Schlock, hahaha! Is dann nachm dritten Bierchen ausem Holz Jlut jeworden, kümmet nen Roste jrüber und des Fleesch druf.“

  • Und was Sie betrifft, Treuer Leser …
    … lange Tage und angenehme Nächte!