Bushwise – 19 Nov 2017

Bush – Telegraph

KW.46 2017

News from the bush!


Hallo meine Lieben!

Jetzt habe ich auch das vierte Semester geschafft.
Wir haben wieder eine Woche frei und ich habe mir nochmals ein Auto gemietet, damit ich hier einmal raus komme.
Zusätzlich muss ich mich ja um mein eigenes Essen kümmern und da ist es gut, wenn ich einmal selber in die Stadt fahren kann.
Am Anfang der Woche standen die Nachprüfungen für die Kollegen an und nun haben alle bestanden.
Das Wetter war in dieser Woche nicht ganz so gut, wir hatten viele Wolken und zwei Gewitter kreisten um uns herum, aber ein richtigen Regen haben wir leider nicht bekommen.
Die Wolken verhinderten allerdings den abendlichen Astronomie Test und nur Matt hat die Change am Montag, den einzigen Abend mit nur wenig Wolken, genutzt und seinen Test absolviert.
Somit sind wir im Moment vier Field Guides, die anderen müssen nun warten.
Durch die Nachprüfungen hatte ich etwas Zeit und konnte mich schon einmal in die Lektüre für diese Woche einlesen.
Navigation, Orientation und Survivals, sowie potentiell gefährliche Tiere beim Game Walk standen noch auf dem Plan.
Zusätzlich hatten wir in dieser Woche vier Game Walks im Bush zu absolvieren und endlich lernen wir die Warnsignale der Tiere kennen, auf die wir achten müssen.
Genau auf diesen Teil habe ich die ganze Zeit und den ganzen Kurs gewartet.
Beim unserem ersten Game Walk sind wir gleich auf ein Rhino gestoßen, dass erste White Rhino, dass ich hier in Makalali gesehen habe.
Die Sonne stand in unserem Rücken und der Wind blies uns ins Gesicht, also die optimale Position um ein Tier zu beobachten.
Somit hat das Rhino uns weder gesehen, gerochen oder gehört, wobei der Sehsinn bei Rhinos ehr dürftig ist.
Es stand völlig entspannt im Schatten eines Busches und nach ein paar Augenblicken legte es sich sogar hin.
Für uns die optimalen Bedingungen, um etwas näher zu dem Rhino vorzurücken.
Ein wunderbares und traumhaftes Erlebnis, so dicht bei einem doch gefährlichen wilden Tier zu sein und es beobachten zu können.
Da ich nicht genau wusste wie das Wetter wird, hatte ich leider meine Kamera nicht dabei, aber die schönsten Bilder befinden sich in meinem Kopf.
Die beiden anderen Game Walks verliefen ohne spannende Begegnungen, dafür hatten wir beim vierten Walk das große Glück auf Löwen zu stoßen.

Kurze Pause …
Über Funk bekamen wir die ungefähre Position von einem Game Drive und wanderten zu der besagten Stelle, kurz vor einem Dam.
Wir versuchten die Löwen ausfindig zu machen, allerdings ist hier das Gras und die Vegetation sehr dicht und grün, so dass wir die Löwen nicht auf Anhieb finden konnten.
Nachdem wir den Fluss durchquert hatten und uns wieder dem anderen Ufer zuwenden, sahen wir die beiden Löwen im hohen Gras sitzen und uns beobachten.
Wir sind direkt hinter den Löwen entlang gegangen und links von ihnen in den Fluss hinunter gestiegen.
Schätzungsweise waren wir 10 bis 15 Meter von ihnen entfernt und keiner von uns hatte sie bemerkt.
Anscheinend haben sie uns auch nicht bemerk und selig geschlafen.
Erst als wir die andere Seite des Flussbettes erklommen, haben sie ihre Köpfe in die Höhe gereckt, um diese komischen Figuren einmal zu beobachten.
Aber entweder waren sie satt, es war zu warm, oder wir waren nicht interessant genug für sie, denn kurz darauf legten sie sich wieder hin.
Ja, da stockt einem schon etwas der Atem wenn man später realisiert, wie nah, wirklich nur den besagten Katzensprung entfernt, wir bei den Löwen waren.

Man beachte den Gesichtsausdruck meiner Kollegen, als wir die Löwen erkannt haben.
Übrigens, auf den Game Walks wurden wir jeweils von zwei bewaffneten Trainern begleitet und sie sind ein Teil der nächsten Prüfung, der Prüfung zum Trails Guide.
Für mich heißt es also noch einmal ein Workbook in dieser Woche zu bearbeiten, denn diese Prüfung möchte ich auch bestehen.
Aber ich habe ja ein Auto und vielleicht fahre ich noch einmal in den Krüger Park um etwas zu entspannen.

  • Und was Sie betrifft, Treuer Leser …
    … lange Tage und angenehme Nächte!