Bushwise – 15 Okt 2017

Bush – Telegraph

KW.41 2017

News from the bush!


Hallo meine Lieben!

Nun habe ich auch das dritte Semester überstanden.
Die letzte Woche bestand hauptsächlich aus den Game Drive MOC-Assessments, also der praktischen Vorprüfung, wobei der Trainer als Gast mit hinten im Auto sitzt.
Gleich am Montag in der Früh starteten wir mit einem platten Reifen am grünen Rover, shit happens für Melanie, denn eigentlich sind wir Gäste und sollen nicht helfen.
Am nächsten Tag gab dann der cremefarbene Rover auf den Weg ins Game Reservat völlig den Geist auf, die Antriebswelle war gebrochen und runtergefallen.
Zum Glück fährt immer ein Trainer auf der Main Road, somit traf keinem von uns die Schuld und Glück hoch zwei, ich saß im grünen Rover.
Wie sagt Gerhard immer so schön „Bye bye Blackbird“, es war sein Auto!
Das Beste daran, wir haben jetzt einen zweiten Toyota Land Cruiser bekommen, der lässt sich wesentlich besser und ruhiger fahren, als die alten Land Rover.
Allerdings verabschiedete sich in der Kaffee Pause auch das Ersatzrad von unserem grünen Rover, das andere Rad war zum Glück bereits geflickt worden und wieder im Auto.
Nun durfte Michael seine Radwechselkünste zum Besten geben, aber wir halfen ihm etwas dabei.
Für meinen MOC Game Drive hatte ich mir in der letzten Zeit viele Notizen zu meiner Route gemacht und spezielle Bäume und Punkte ausgearbeitet.
Somit konnte ich einiges über die verschiedenen Bäume und ihre traditionelle Verwendung erzählen, auch das Conservation Management und die Geologie habe ich mit auf meinem Game Drive gut eingebunden.
Die beiden einzigen Schwachpunkte bei mir, beim Fahren achte ich zu sehr auf die Sicherheit und den Komfort der Gäste, wobei ich dann einige Tiere im Busch übersehe.
Der zweite Schwachpunkt ist die Identifizierung der Vögel anhand ihres Gesangs.
Gut, an der Identifizierung der Vögel kann ich im Camp arbeiten, aber eigenständig durch das Game Reserve fahren, dürfen wir nicht.
Trotz der Schwachpunkte sagte mein Trainer Vaughan, wenn du das bei der praktischen Prüfung wiederholst, bestehst du, also Daumen drücken.
Das man beim Fahren viele Tiere übersieht, ist fast jedem meiner Kollegen passiert, also kein Beinbruch. Es gab bessere Kollegen mir mehr Wissen, aber auch wesentlich schlechtere Game Drives als meinen.
Das größte Kompliment für mich war, zwei Tage später hat eine Kollegin aus meiner Gruppe, dieses mal mit Gerhard als Trainer, meine Tour fast 1×1 kopiert.
Nur wenn man gut ist wird man kopiert, also bin ich wohl auf dem richtigen Kurs.
Meine Schießprüfung habe ich leider nicht bestanden, ist aber auch nicht wichtig für mich, da ich nicht den Extrakurs „Tracking“ mitmache.
Die Prüfung besteht aus sechs Teilen, blindes Laden, drei Schüsse auf 12 Meter Entfernung, drei Schüsse auf 12, 8 und 4 Meter Entfernung, drei Schüsse auf 8 Meter Entfernung mit einer Fehlladung, Der Büffel in 8 und 4 Meter Entfernung, sowie der Löwe, der auf einen zu gerannt kommt.
Die ersten fünf Prüfungen habe ich ohne Probleme bestanden, nur den Löwen habe ich nicht in dem vorgegebenen Zielbereich getroffen.
Es haben nur 9 von 25 Kollegen die Prüfung bestanden und viele sind bereits bei den ersten fünf Prüfungen ausgeschieden, also ein sehr gutes Ergebnis für mich.
Im nächsten Semester werden wir die Prüfung noch einmal wiederholen, vielleicht treffe ich die Mieze dann richtig.
Ich habe ein paar Videos vom Trainingsschießen, dann bekommt ihr einen besseren Eindruck.

12 Meter, 8 Meter, 4 Meter Entfernung

Drei Schüsse auf 8 Meter mit einer Dummypatrone, wobei sich eine Patrone verkantet hatte.

Der Büffel in 8 Meter und 4 Meter Entfernung

Die Mieze

Auch beim Training habe ich die Mieze erst beim dritten Anlauf genau zwischen die Augen getroffen, bei der Prüfung hatte ich leider nur zwei Versuche, also ein Versuch zu wenig für mich.
Und hier meine Ergebnisse vom Training:

4 Meter Entfernung

8 Meter Entfernung

12 Meter Entfernung
Nun haben wir eine Woche frei und ich habe mir wieder ein Auto gemietet, damit ich hier einmal raus komme.
Zwar habe ich keine größere Tour geplant, ich muss mich ja um die Vögel kümmern, aber ein wenig das Umland erkunden möchte ich schon und zwischendurch muss ich einmal raus hier, sonst bekomme ich einen Käfigkollaps.
Nach einer Woche sind die Frösche wieder abgezogen, letzte Nacht war es sehr ruhig.
Die Büsche, Bäume und das Gras sprießt nun, es ist sagenhaft, wie schnell das hier geht.
In der letzten Tagen hatten wir eine kleine Kaltfront, nur 21 Grad, heute ist es aber wieder schön warm geworden, 37 Grad.
Die kommenden Tage sollen es über 40 Grad werden, da kann ich dann auch einmal eine kurze Hose anziehen.

  • Und was Sie betrifft, Treuer Leser …
    … lange Tage und angenehme Nächte!