Bushwise – 08 Jul 2017

Bush – Telegraph

08.07.2017

News from the bush!


Hallo meine Lieben!

Heute ist der Tag, an dem es in mein neues Zuhause für die nächsten sechs Monate geht. Wir sollen um 10:30 Uhr am Info Point auf dem Flughafen sein und uns dort für die Fahrt zum Camp treffen.
Somit habe ich mehr als genügend Zeit um in Ruhe aufzustehen, mich fertig zu machen und zum Frühstück zu gehen.
Es ist sehr trüb an diesem Morgen, die Wolken hängen tief über Johannesburg und leichter Sprühregen hängt in der Luft.
Nach einem ausgiebigen Frühstück packe ich meine Sachen etwas anders, jetzt kommt es ja nicht mehr auf das Gewicht der einzelnen Tasche an und warte auf meinen Fahrer, der mich wieder zum Flughafen zurück bringt.
Es kommt noch ein zweiter Gast mit, er ist etwas sehr spät dran und muss auch noch die Schlüssel in der Rezeption abgeben und bezahlen, ich hasse so etwas und habe etwas Bedenken zu spät am Flughafen anzukommen.
Ich mag so etwas garnicht und bekomme langsam etwas Bedenken, nicht rechtzeitig am Flughafen anzukommen.
10 Minuten vor der Zeit bin ich glücklicherweise am Info Point auf dem Flughafen und suche nach jemand, der ein Schild mit dem Namen Bushwise hochhält. Leider kann ich keinen finden, aber ein anderer Kollege, der eigentlich die Leute zu den Taxis bring, hilft mir und findet ihn schließlich.
Nach und nach finden sich immer mehr Personen hier ein und wir begrüßen uns gegenseitig Am Schluss sind wir 14 Leute, die den Transfer vom Flughafen zum Camp in Anspruch nehmen.
Es geht aus den Flughafen raus zu einem Kleinbus mit Anhänger, indem unser Fahrer verzweifelt versucht, all unsere Taschen, Koffer und Rucksäcke in dem Anhänger zu verstauen.
Über die Hälfte unsere Sachen müssen aber in dem Bus untergebracht werden, wodurch die hinteren Sitze für uns nicht mehr zur Verfügung stehen.
Irgendwie findet aber jeder im vorderen Bereich einen Platz und unsere sechsstündige Fahrt kann beginnen.
Auf der Fahrt lernen wir uns langsam kennen, viele Kollegen aus England sind dabei, aus Belgien, der Schweiz, den USA, Australien, Frankreich und Süd Afrika.
Unser Fahrer ist sehr schweigsam und wir bekommen so gut wie keine Informationen über das Land, die Landschaften, oder wie weit es noch bis zum Camp ist.
Auf Nachfrage machen wir zwei kurze Stopps und genießen die verschiedenen Landschaften, durch die wir gefahren werden.
Nach einer gefühlten Ewigkeit, es wird bereits langsam dunkel, kommen wir endlich am Bushwise Camp an.
Wir versammeln uns im Essenbereich, hier treffen wir auch die anderen Kollegen, die selber angereist sind und werden von den Trainern herzlich begrüßt.
Es gibt eine kurze Einweisung und wir werden in drei Gruppen aufgeteilt, die in den kommenden Wochen die verschiedensten Dinge erledigen müssen, Küchendienst, der Klassenraum und der Pool müssen sauber sein, alles im Camp soll ordentlich sein usw.
Insgesamt sind wir 24 Personen, 8 Frauen und der größte Teil kommt aus England und aus Süd Afrika.
Uns wird anschließend unser Partner zugewiesen, mit dem wir die kommenden Monate das Zimmer teilen werden und die Zimmer, bzw. Hütten werden uns zugeteilt.
Ich teile die Hütte Nr. 10 mit Pierre-Alain, einen Belgier in meinem, oben auf dem Hügel beim Klassenzimmer.
Pierre-Alain war Kampfjetflieger, Fotograf für National Geographic und baut sich zurzeit eine Safari Unternehmen auf.
Unsere Hütte ist zwar etwas weiter weg, aber dafür haben wir vielleicht etwas mehr Ruhe, als beim Hauptgebäude.
Der Nachteil, wir sind insgesamt zu fünft hier oben, wir haben nur eine Toilette und eine Dusche. Die Kollegen und Kolleginnen unten haben doch wesentlich mehr Platz in den Waschräumen. Auch die Waschmaschinen stehen dort, also müssen wir immer laufen, aber das tut mir ganz gut und kommt mir sogar entgegen.
Nachdem wir unsere Sachen in die Hütten eingeräumt haben, versammelten wir uns wieder im Essensbereich, wo uns Rose, unsere Köchin Rose, ein leckeres und reichhaltiges Essen serviert.
Als wir mit dem Essen fertig waren, mussten wir den Abwaschen machen und aufräumen. Ja, das hier ist keine fünf Sterne Lodge.
Anschließend gab es eine weitere Einweisung, die von einem kleinen Gewitter mit etwas Regen und Wind unterbrochen wurde.
Soviel zu dem Thema Trockenzeit. Ja, trocken, aber nicht ohne Regen, halt nur mit sehr wenig Regen.
Wir redeten noch etwas miteinander und verschwanden alle recht früh in unseren Hütten, um unsere Sachen auszupacken du zu schlafen.
So richtig glücklich und zufrieden war ich mit den Einweisungen nicht. Uns wurde kaum etwas gezeigt und nur viel erzählt, bis auf die Wasserpumpe, die wurde uns gezeigt.
Wie war das mit den Gebäuden auf dem Campus, wo war gleich noch wieder was?
Naja, es geht uns allen so, also keine Panik, morgen um 8:00 Uhr geht es mit dem Frühstück weiter, da ist es dann hell und uns wird sicherlich alles gezeigt.

  • Und was Sie betrifft, Treuer Leser …
    … lange Tage und angenehme Nächte!