Botswana 2018 – 17.03.2018

Botswana 2018 – Regenzeit

** Botswana to Süd Afrika **

17 März 2018

Der Camp Verwalter / Field Guide hatte sich bereits gestern von mir verabschiedet, er hat ein Game Drive am Abend und einen am Morgen bei der Lodge. Er würde zwar in der Nacht zurückkommen, um seine Schwester ins Dorf zu fahren, sie muss zum Arzt, das sei aber mehr in der Nacht.
Ich habe heute nur ca. 60 Kilometer bis zum Mapungubwe National Park in Süd Afrika zu fahren, also bot ich an, seine Schwestern am Morgen zum Dorf Motlhabaneng zu fahren. Es ist ein Umweg von nur 40 Kilometern und Zeit hatte ich heute ja genügend.
Er hat sich sehr über mein Angebot gefreut, nahm es dankend an, auch seine Schwester freute sich sehr, muss sie nun nicht mitten in der Nacht aufstehen.
Wir fuhren um 8:00 Uhr los und ich bekam eine ausgiebige Lektion über Mopane Raupen.
Mopane Raupen sind die Raupen der Mopane Motte und wie der Name schon sagt, ernähren sie sich von den Blättern der Mopane Bäume.
Hier im Süden von Botswana und auch auf der Süd Afrikanischen Seite gibt es riesige Mopane Wälder, wobei wir uns einen Wald hier nicht si vorstellen dürfen wie in Europa.
Meistens sind es kleine Bäume, mehr wie große Büsche, nur in der Nähe von Flüssen sind es „ausgewachsene“ Bäume.

Außerhalb des Naturreservats sieht man zwischen den Bäumen überall Menschen, die die Mopane Raupen einsammeln.
Die Bäume hängen voll von ihnen, auf den Steinen, auf dem Boden überall sieht man sie, selbst zu hunderten kriechen sie auf der Straße.

Nachdem man sie in Eimern eingesammelt hat, werden sie Aufgespießt und getrocknet.
Man kann sie roh oder gekocht essen und sie sollen sehr nahrhaft und gesund sein.
Auch wenn meine Begleiterin mich die ganze Zeit dazu aufforderte einmal anzuhalten um sie zu probieren, konnte ich der Versuchung leicht wiederstehen. Ein Steak ist mir dann doch lieber, oder eine Dose Bohnen.
Ich brachte meine Begleitung zu ihrer Mutter nach Motlhabaneng, bekam noch eine Führung durch das doch recht große Dorf und die Beschreibung, wie ich zur Transitstrecke komme.
Wenig später kam ich zu einem Gate, wie immer wird hier alles in einem Buch aufgeschrieben, etwas später kam auch noch wieder eine Veterinärskontrolle.
Beides konnte ich ohne Probleme passieren und auf der Fahr zur Grenze liefen ein paar Giraffen, Zebras und Elefanten durch den Busch.
Die Ausreise aus Botswana war wie immer kein Problem, Visum ausfüllen, Stempel in den Pass, mein Bakkie in einem der Bücher registrieren und Gute Fahr, Auf Wiedersehen.
Es geht durch den Motloutse River, der im Moment kein Wasser führte. Links sieht man eine riesige Granitformation, den Solomon´s Wall mitten im Fluss, rauf auf das andere Ufer und schon steht man vor der Grenze zu Süd Afrika.
Wieder geht es zum Einreiseschalter, wie lange ich bleiben möchte, werde ich höflich gefragt.
Ungefähr vier Wochen, Kruger Park, Waterberg, Pilansberg und wieder zurück nach Namibia, so meine Antwort.
Ich trage ihnen 90 Tage ein, so die Antwort vom Beamten, den Stempel hat er schon in meinen Pass gedrückt, als er stutzte.
Er ging zu seiner Kollegin, redete mir ihr und studierte meinen Pass dabei länger.
Beide kamen nun zu mir und wollten nun meine Reiseroute von mir erklärt bekommen.
Ich sei am 11.12.2017 aus Süd Afrika ausgereist, nachdem mein Studium, wofür ich ja ein Visum hatte, beendet war und bin nach Windhoek geflogen.
Nachdem ich in Namibia war, bin ich in den Kgalagadi Transfertier Park gefahren, darum die Ausreise aus Namibia. Danach bin ich wieder zurück nach Namibia und weiter nach Botswana gefahren. Nun möchte ich über Süd Afrika wieder zurück nach Namibia fahren, so meine erklärung.
Ich sei inzwischen nicht in Deutschland gewesen, da können sie mir kein neues Visum geben, so darauf die Antwort.
Auch meine Erklärungen, in der Botschaft in München haben sie mir das anders erklärt, ich würde ja mit einem Studentenvisum nach Süd Afrika einreisen und er 2018 wieder einreisen wollen, nun mit einem Touristenvisum. Das sei kein Problem, so die Kollegen in München von der Botschaft.
Aber der Grenzbeamte blieb stur, nein, sie müssen erst wieder in ihn Heimatland zurück, dann bekommen sie ein neues Visum von 90 Tagen.
Alles sei geplant und reserviert, außerdem müsse ich ja das Auto wieder nach Namibia zurück bringen. Auch meinen gebuchten Rückflug interessierten ihn nicht weiter, er könne mir nur ein Visum für sieben Tage geben, mehr nicht.
Er ließ sich nicht erweichen und mir blieben somit nur sieben Tage für Süd Afrika. Es ging zum Zoll, hier wurde mein Auto kurz kontrolliert Kühlschrank und die oberste Box musste ich öffnen, dann konnte ich weiter fahren.
Kurz hinter der Grenze hielt ich an um auf die Schnelle einen neuen Plan zu entwerfen.
Sieben Tage habe ich Zeit, dann muss ich wieder ausreisen, was mache ich am optimalsten mit den sieben Tagen?
Nachdem ich meine Karten und die Entfernungen etwas studiert hatte, entschloss ich mich, nach Hoedspruit zu fahren, um einige Kollegen von Bushwise zu besuchen.
Nun ärgerte ich mich, soviel Zeit am Morgen verloren zu haben, denn es sind fast noch 500 Kilometer zu fahren und die erste Strecke hatte sehr viele Schlaglöcher. Also bei dem Zustand der Straße ist das nicht zu schaffen.
Zum Glück besserte sich die Straße kurze Zeit später und nun ging es flüssiger und schneller voran.
Süd Afrika mag mich nicht. Ich war keine 200 Kilometer gefahren, da wurde ich kurz hinter Louis Trichardt bei einer Polizeikontrolle angehalten. Ok, wir sind in Afrika, das ist normal, dass sie nun aber auch noch meine Lichter, Blinker du Scheinwerfer auf ihre Funktion überprüften, das ist nicht normal.
Hier fahren solche Schrottkarren rum, die sollten sie einmal kontrollieren. Ich gebe ja zu, mein Auto ist etwas dreckig, aber funktionieren tut alles, bis auf die Handbremse.
So durfte ich nach der ausgiebigen Überprüfung auch ohne Beanstandung weiter fahren.
Die restlichen 300 Kilometer verliefen ohne Probleme, auch die Straßen waren alle gut, so dass ich gegen 17:00 Uhr endlich Hoedspruit erreichte.
Hier gibt es einen einzigen Campground, etwas Außerhalb, nicht schön, aber für eine Nacht reicht es.
Morgen kann ich in Ruhe und mit Internet meine weiteren sechs Tage verplanen.