Botswana 2018 – 05.03.2018

Botswana 2018 – Regenzeit

** Kasane **

05 März 2018

Gestern war mein erster Tag ohne Regen in Botswana, hurra!
Also kann heute der Chobe Nationalpark erkundet werden, auch wenn das Wetter noch nicht so ganz gut ist.
Das Sedutu Gate zu diesem Teil des Chobe Nationalpark ist kurz vor Kasane, also keine lange Anfahrt.
Ich hatte gelesen, dass das Gate für private Fahrer erst um 8:00 Uhr aufmacht und nur für die Game Driver aus den Lodges bereits um 6:00 Uhr öffnet.
Wer auch bereits um 6:00 Uhr in den Park möchte, muss die 50 Kilometer bis zum Ngoma Gate fahren.
Die sind zwar über die A33, die hier direkt durch den Park läuft, relativ schnell gefahren, aber man muss sich zweimal registrieren, bei der Ein- und bei der Ausfahrt.
Also ging also nicht ganz so früh zum Sedutu Gate, 120 Pula pro Person Eintritt und 50 Pula für das Auto wurden fällig.
Zusätzlich erkundigte mich nach den Uhrzeiten, wann ich in den Park reinfahren kann und wann ich ihn wieder erlassen muss.
Da jetzt keine Hauptsaison ist, kann ich auch bereits um 6:00 Uhr in den Park fahren und muss ihn um 19:00 Uhr wieder verlassen. In der Hauptsaison macht das Gate wirklich erst um 8:00 Uhr für Privatfahrer auf.
Die ersten Kilometer geht es durch einen dichten Wald, hier kann alles und nichts sein, es ist ein kleiner, grüner Dschungel. Dann geht es langsam zum Fluss runter, der Wald etwas und man kann besser sehen.
Obwohl es bereits spät ist, treffe ich immer wieder auf Game Driver. Was wird hier nur in der Hauptsaison los sein?
Auch der Fluss ist voller Schiffe, die Großen weiter draußen, die Kleinen fahren überall rum.

Viel Impalas und Paviane sind zu sehen auch viele Vögel, aber sonst ist es recht ruhig.
Am Fluss, oder besser am Überschwemmungsbereich angekommen, sind drei Büffel da, in der Ferne sind einige Flusspferde zu sehen, ein kleines Krokodil liegt am Strand und einige Wasservögel laufen herum.

Die Straße führt nun weiter am Fluss lang, mal etwas höher, mal direkt am Wasser und auch hier steht immer wieder Wasser auf der Straße.
Das Wetter ist noch nicht besonders gut, es fängt wieder leicht zu regnen an, also mache ich mich wieder auf den Rückweg zum Campground.
Um diese Uhrzeit sind die meisten Tiere unter den Bäume und Büsche verschwunden, da gibt es nicht viel zu sehen.
Am Nachmittag mache ich mich noch einmal auf den Weg zum Gate. Hier stehen gleich sechs Game Driver, das ist ja fast wie der Feierabendverkehr in München.
Entsprechend voll ist der Weg runter zum Fluss, die Game Driver halten bei jedem Tier an und ein Vorbeifahren ist oft nicht möglich.

Das macht keinen Spaß, sehen tut man auch nichts, also versuche ich etwas oberhalb vom Fluss an den Game Driver vorbeizufahren.
Es gelingt mir etwas mehr freie Fahrt und Sicht zu bekommen, schon stehe ich mitten vor einer Elefantenherde. Ich fahre etwas zurück um ihnen mehr Freiraum zu geben, aber es kommen immer mehr vom Fluss rauf.
Ein Halbstarker spielt sich etwas auf, wedelt mit den Ohren und trompetet in meine Richtung, aber auch hinter mir sind Elefanten, weiter zurück kann ich nicht.

Jetzt heißt es warten bis alle Elefanten der Herde vom Fluss raufgekommen sind und die Straße überquert haben. Die größeren Tiere sind zum Glück etwas ruhiger, aber so richtig wohl ist mir bei dieser großen Herde nicht, denn weg kann ich hier jetzt nicht.
Sie ziehen langsam weiter in Richtung Wald und als alle Elefanten die Straße überquert hatten, konnte ich weiter fahren.
Zu dieser Jahreszeit ist das wirklich ein kleines Problem, man sieht die Elefanten in und hinter den Büschen sehr spät. Erst sieht man nur einen, dann ist plötzlich eine ganze Herde da und schon ist man mitten drin. Und die Herden hier bestehen schon einmal aus 20 oder mehr Tieren.
Es ist wirklich erstaunlich, dass so große Tiere sich scheinbar einfach im Busch auflösen. Gerade war da ein Elefant auf der Straße und in nächsten Moment ist er verschwunden.
Auch wenn man an dieser Stelle sucht, ist er nicht mehr zu sehen. Aber genauso Überraschend tauchen sie auf der Straße auf, manchmal etwas zu nahe beim Fahrzeug, so dass sie nicht erfreut sind.

Es geht wieder runter zum Fluss, hier ist es offen und man kann die Elefanten beim Baden beobachten.
Es ist Sehr interessant, wieviel Spaß die Elefanten beim Baden haben und wie ausgiebig sie das Wasser genießen. Anschließend gibt es eine dicke Matschpackung auf den Rücken, das ist einmal ein Wellness Ausflug.