Botswana 2018 – 02.03.2018

Botswana 2018 – Regenzeit

** Savuti to Kasane **

02 März 2018

Das Einpacken dauerte heute etwas länger da alles sehr nass war, immerhin hörte der Regen nun auf.
Im Office vom Campground fragten wir wieder nach den Straßenverhältnissen. Es sei viel Wasser auf der Straße, aber man könne sie fahren, so die Auskunft von der Lady.

Hier der neue Kudu Haarschnitt für das Jahr 2018.
Kurz hinter dem Camp ging es auch gleich mit den Wasserlöchern los, durch den vielen Regen in der Nacht waren sie nun noch tiefer.
Blake stiegt mehrmals aus um durch das Wasser zu gehen, denn richtige Spuren von anderen Autos sahen wir nicht.
Einige Wasserlöcher waren sehr tief, hier hätten wir ein wirkliches Problem bekommen, hätte Blake nicht vorher die Tiefe zu Fuß ausgelotet.
Dennoch kam das Wasser drei oder vier Mal bis über die Motorhaube meines Bakkies, meine Nervosität stieg immer weiter an.
Mein armer Bakkie, was tue ich dir nur an?
Aber er kämpfte sich mutig durch jede Pfütze, muckte kein einziges Mal auf und steckte das Wasser so gut weg, wie den Sand in der Wüste.
Nun quietschten die ganze Zeit die Federn wie die Türen in einem alten Geisterschloss und in den Bremsen schleifte der Sand.
Die Handbremse, der Bakkie hat hinten Trommelbremsen, funktioniert fast gar nicht mehr, aber sonst ist alles trocken und funktioniert ohne Probleme.
Der nächste Service wird wohl ein etwas größerer werden, wenn ich irgendwo eine gute Werkstadt finde. Es sollte alles neu geschmiert und gefettet werden, auch der Motor sollte eine Wäsche bekommen.

Unsere letzte Etappe nahm die meiste Zeit in Anspruch, obwohl es von Savuti bis zum Gate und aus dem Park nur 37 Kilometer sind.
Aber immer wieder stoppen, Blake durch das Wasser jagen um anschließend erst weiterfahren zu können, das nimmt viel Zeit in Anspruch.
Auch nach dem Gate war die Straße nicht besser, bzw. das Wasser nicht niedriger, erst als wir den Park wirklich verlassen haben, entspannte sich die Situation.
Die Straße verläuft hier an der Parkgrenze entlang und man ist wieder in der Kalahari angekommen.
Roter Sand, der Sand im Park war ausschließlich beige, und Dünen, die wir rauffahren konnten. Nur noch selten kam ein kleiner See, der hier mehr einer großen Pfütze glich.
Endlich wieder entspannt Auto fahren und etwas die Landschaft etwas genießen und nicht nur ständig die Augen und Konzentration auf die Straße ausgerichtet.
So ging es bis Kachikau, hier ging die Schotter- Sandstraße wieder auf Asphalt über, der Geländegang bekam nun endlich seine verdiente Pause.
Es ging nach Norden bis zur A33, hier verläuft die Straße durch den Chobe Nationalpark und man muss sich und sein Auto bei der Einfahrt und bei der Ausfahrt registrieren, mir Uhrzeit.
Kurz danach kommt die Abfahrt nach Kasane, ein kleines Dorf direkt am Chobe River, das von den Lodges, den Game Drives und Bootfahren auf dem Fluss lebt.
Es gibt drei Einkaufsläden, zwei Tankstellen, diverse kleine Shops und Cafés.
Ich kannte die Chobe Safari Lodge und wollte hier bleiben, Howard und Blake wollten tanken und weiter fahren bis nach Livingstone.
Wir verabschiedeten uns am Eingang von Kasane und ich für zur Lodge.
Es war eine tolle Zeit mit den beiden und alleine, ohne sie, wäre ich diese Straßen nicht gefahren.
Auf dem Campground der Lodge gab es einen Platz für mich, ich buchte zwei Nächte, verlängern kann ich ja immer.
Der Strom auf meinem Platz funktionierte nicht, auch die Reparaturversuche der Kollegen von der Lodge schlugen fehl, somit zog ich um, auf einen Platz mit Strom.
Schon fing es wieder an zu regnen, ich flüchtete schnell in die Lodge, hier gibt es Internet, kostenlos.

Wenig später laufen mir Howard und Blake wieder über den Weg, sie haben die Weiterfahrt bei dem Regen um einen Tag verschoben und haben sich hier ein Zimmer genommen.
So ist das hier in Afrika, man sieht sich meist mehr als einmal.