Botswana 2018 – 31.03.2018

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Botswana 2018 – Regenzeit II

** Ghanzi – Tsabong **

31 März 2018

Ich muss weiter in den Süd/Westen von Botswana, um über Twee Rivieren und Two Rivers in den Kgalagadi Transfontier Park zu kommen.
Von Ghanzi aus ist die Strecke viel zu weit und weiter im Süden von Botswana werden die Campgrounds immer seltener.
Ich teile die Streck in drei Teile auf und komme so pünktlich am 03 April im KTP an.
Es geht weiter über die A2 die etwas später in die A3 übergeht. Beide Straßen sind sehr gut und die A3 führt mich am Rande der Zentral Kalahari entlang.
Flach ist die Gegend wieder und außer vielen Kameldornbüschen und Akazien ist nicht viel zu sehen.
Zum Glück gibt es hier auch nicht so viele Pferde, Kühe, Schafe und Ziegen am Straßenrand, auch sind die gefürchteten Schlaglöcher sehr selten geworden.
Aber das Wetter ist wieder schön und viele Süd Afrikaner kommen mir entgegen, auf meiner Fahrspur ist kaum etwas los.
Die erste Strecke ist nicht so lang, nur 240 Kilometer bis zum Kalahari Rest. Da aber nun drei weitere Feiertage anstehen, will ich in Kang noch einkaufen gehen.
Leider muss ich auch hier meine Planung wieder sehr schnell ändern, denn das Kalahari Rest Camp ist voll, hier kann ich leider nicht bleiben.
Also wird das heute leider Mamutstrecke für mich und meinen Bakkie werden, denn bis zur Berry Bush Farm sind es nochmals 410 Kilometer.
Sollten die Straßen in solch gutem Zustand bleiben ist das kein Problem, allerdings muss ich die A3 bei Sekoma verlassen und auf die A20 abbiegen.
Bei Kang ist wieder eine Polizeikontrolle und die Kollegin hat wieder viel Zeit, ich leider nicht.
Natürlich will sie meinen Führerschein sehen und sogar meinen Reisepass. Wieder die obligatorischen Fragen warum ich alleine reise, wo ich her komme, wo ich hin will und einen Blick, hinten in den Wagen, will sie auch werfen.
Ich bleibe ruhig, nur keinen Stress aufkommen lassen, wer weiß, was sie sonst noch alles kontrollieren will.
Ich solle das nächste Mal mit meiner Frau/Freundin/Freunden reisen, dann sei ich nicht so alleine meinte sie noch zu mir.
Dass es nicht so einfach ist jemanden zu finden, der ein halbes Jahr Zeit hat, verkniff ich mir. Das hätte nur eine lange Diskussion und viele Erklärungen mit sich gezogen und ich hatte noch keine Unterkunft für die kommende Nacht.
Zwar findet man immer mal wieder Hinweisschilder auf Lodges am Straßenrand, aber oft weisen sie auf Lodges weit entfernt hin oder es folgen keine weiteren Hinweisschilder.
Kurz vor Sekoma begann wieder eine große Baustelle. Hier wird einfach eine Gravel Road neben der Straße gebaut, die alte Straße abgerissen und neu aufgebaut.
In Sekoma geht es auf die A20 über, auch die ist glücklicherweise gut, zumindest bis Werda.
Hier wird die Straße enger, nicht viel breiter als mein Bakkie, so wie in einer Autobahnbaustelle in Deutschland.
Auch der kleine Seitenstreifen fehlt und die Abbruchkanten ragen öfters in die Fahrspur rein.
Es ist nicht viel Verkehr hier und so kann ich in der Mitte der Straße fahren, aber viele Kurven und kleinere oder größere Hügel bremsen mich immer wieder aus.
Gegen 17:00 Uhr erreich ich endlich das Schild zur Berry Bush Farm und biege auf eine Sandpiste ab.
Das sind hier Farmwege, weitere Hinweisschilder gibt es nicht und so orientiere ich mich an der Fahrspur mit den meisten Reifenabdrücken.
Meine Vermutung diesen Weg zu folgen war richtig, nach 15 Minuten stand ich vor dem Eingang zur Farm. Leider ist das Tor fest verschlossen und es ist kein Mensch zu sehen.
Was jetzt?
An der A20 war noch ein Hinweisschild auf ein Community Camp, also wieder zurück zur Hauptstraße und dort vorbei schauen.
Weder in meinem Buch noch auf meinen Karten ist dieses Camp verzeichnet, aber sie haben geöffnet und auch freie Campingplätze.
Hier erfahre ich auch das die Besitzerin der Berry Bush Farm letztes Jahr leider verstorben sei und die Farm nun zum Verkauf stünde.