25-Mar-2018 – Botswana

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Bush – Telegraph

25 März

News from Botswana!


** Khama – Maun **

Hallo meine Lieben!

Es ist in Botswana nicht so einfach, einen Kontakt zu den einzelnen Lodges/Campgrounds zu bekommen.
Auf E-Mails reagiert niemand, auch über das Telefon erreicht man nur selten jemanden.
Da sich das Wetter gebessert hat, will ich nun noch einmal versuchen, in die Makgadikgadi oder in die Nxai Pan zu kommen.
Um einen genaueren Bericht über die Zustände der Wege in den Pans zu bekommen, will ich in der Rakops River Lodge mit Campground übernachten. Zwar hat sich auf meine Anfragen auch hier niemand gemeldet, aber ich werde es einfach vorbeifahren und auf einen freien Platz hoffen.
Es geht also weiter auf der A14 in Richtung Norden und kurz vor Lettlhakane sind die ersten, sehr große Abraumhalden der Diamantenminen zu sehen.
Die größte ist die Orapa Mine, wo die A14 auf die A30 trifft. Die A30 ist allerdings privat und kostet extra Gebühren, will man weiter Richtung Maun, muss man vorher auf die B300 abbiegen.
Auch die B330 ist in einem guten Zustand und langsam verlässt die Minen Gegend. Es wird wieder flacher, auch hier kommt wieder ein Gate, aber es ist verlassen.
Dennoch ist anhalten Pflicht, es kann ja auch jemand hinter dem kleinen Häuschen sitzen, einfach durchfahren kann viel Ärger einbringen.
Bei Mopipi kommt die erste größere Salzpfanne und es ziehen leider wieder dunkle Wolken auf.
Ich hoffe die Wolken ziehen nach Süden und somit an mir vorbei, aber ein paar Kilometer sieht die Sache doch nicht mehr so gut aus.
Als würde man direkt in eine Wasserwand fahren. Mit einem Schlag ist es dunkel und die Wassermassen prasseln auf mein Bakkie.
Mein Scheibenwischer läuft auf der höchsten Stufe, dennoch ist die Straße, selbst bei nur noch 20 Km/h, fast nicht mehr zu erkennen.
Es ist, als würde man durch eine Waschstraße fahren.
Es regnet mal heftiger, dann etwas weniger, man sieht wieder etwas, dann geht der Blindflug durch die Wassermassen weiter.
Anzuhalten hat keinen Sinn, es ist sehr dunkel, die anderen würden meinen Bakkie kaum sehen. Leider ist es auch kein kleines Gewitter das durchzieht, sondern eine riesige Regenfront, scheinbar ohne Anfang und Ende.
So schleiche ich über die Straße, immer darauf achtende zwischen der Seiten- und der Mittellinie zu bleiben, wenn ich sie erkennen kann, und bei entgegenkommenden Autos besonders weit links fahren.
Nach über einer halben Stunde ist der große Regen endlich vorbei, nun regnet es nur noch normal.
Aber auch hier hatte es sehr stark geregnet, Soweit man in die Gegend schauen kann, steht alles wieder unter Wasser.
Auch in Rakops regnet es noch, somit begrabe ich meinen Plan dort zu übernachten und gleichzeitig meine Hoffnungen in die Pfannen zu kommen.
Nach diesem Regen steht dort wieder alles unter Wasser und die Wege sind schlammig.
Erneut eine schnelle Planänderung, es geht weiter nach Maun, die 210 Kilometer schaffe ich noch, die Straße ist ja sehr gut.
Irgendwann hört es auf zu regnen, die Sonne kommt wieder durch, vielleicht geht die Zentralkalahari noch, sie liegt mehr im Westen.
Bei Motopi geht die B300 auf die A3 über und das angenehme Fahren ist mit einem Schlagloch, nein, tausenden Schlaglöchern vorbei.
Mit 15 Km/h und Schlangenlinie fahrend, geht es nur noch schleppend voran.
Nach ca. 50 Kilometern kommt eine große Baustelle, zum Glück haben sie hier die Straße neu gemacht und ich genieße die neue Asphaltdecke.
Wieder eine Polizeikontrolle, dieses Mal eine Frau, und wieder die typische Frage, warum ich alleine Reise.
Meine obligatorische Antwort, weil ich Fotos mache, das braucht Zeit und Ruhe, reichen ihr nicht aus.
Sie fragt nach meiner Frau, als ich ihr erklärte, dass ich keine hätte, fragt sie mich tatsächlich ob ich Priester oder Pfarrer sei.
Bei dieser Frage musste ich sehr lachen, sagte nein und lud sie ein mit mir zu kommen, dann wäre ich nicht mehr alleine.
Darauf musste sie lachen und sagte nein, sie sei verheiratet.
Dass hinter mir sechs weitere Autos standen interessierte sie nicht, man nimmt sich die Zeit und redet mit den Leuten.
Am frühen Abend erreichte ich endlich Maun und fuhr wieder zum Audi Camp. Es ist recht voll, ich bekomme Platz Nr. 3 und das Wetter ist recht gut.
Zeit für mein Braai.

  • Und was Sie betrifft, Treuer Leser …
    … lange Tage und angenehme Nächte!

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