03-Apr-2018 – Botswana

Aufrufe: 237

Bush – Telegraph

03 April

News from Botswana!


** Tsabong – KTP **

Hallo meine Lieben!

Der Regen hat zum Glück am späten Abend aufgehört und so versuche ich in den ersten Sonnstrahlen des Tages mein Zelt etwas zu trocknen.
Zwar will ich früh los, in Tsabong muss ich noch tanken und einkaufen und auch die Beschreibung der restlichen 300 Kilometer aus meinem Buch hält mich eigentlich zur Eile an.
Aber so nass will ich das Zelt nicht einpacken, rücke es immer wieder in die Sonne und nach meinem Frühstück kann ich endlich einpacken.
Kurz vor Tsabong ist wieder eine Polizeikontrolle, natürlich heute am Feiertag wo nicht viel los ist.
Ich gebe der Kollegin meinen Führerschein und sie fragt mich verwundert, so sieht ein namibischer Führerschein aus?
Nein erkläre ich ihr, das ist ein Führerschein aus Deutschland.
Den muss sie natürlich ihren Kollegen zeigen und nun muss ich ihr von Deutschland erzählen und warum ich hier alleine Umhereise, sie hatte noch nie eine Kontrolle von einem Deutschen.
Nach den ganzen Erklärungen und einigen Beschreibungen aus Deutschland, wollte sie nun auch noch meine Lichter am Auto und die Hupe getestet haben.
Den Lichtertest kenne ich ja, aber die Hupe war neu für mich.
Viel hatte ich von Tsabong nicht erwartet. Gleich am Eingang gibt es zwei kleine Tankstellen und links die Straße runter, einen Einkaufladen. Der verkauft allerdings alles nur in Großeinheiten, viel zu viel für mich.
Fährt man aber um die Kurve, 2 Kilometer weiter, dann kommt erst der eigentliche Ort. Auch hier gibt es Tankstellen, große und einen richtigen Supermarkt.
Hinter Tsabong endet die A20 und es geht über die B211 weiter. Hier hatte ich mich auf die schlechte, zeitraubende Straße eingestellt, aber sie war besser als Streckenweise die A20 und ein Traum gegenüber der A3 zwischen Maun und Nata.
Teilweise verläuft die B211 im Molopo River, dann geht es wieder steil und kurvig nach Oben über die Dünen.
Bei einem längeren, geraden Abschnitt gab sogar wieder einmal die Landebahn auf der Straße.
Esel sind die dümmsten und störrischsten Tiere auf der Straße. Oft stehen sie mitten auf der Straße und gehen noch nicht einmal einen Schritt zur Seite, wenn man mit dem Auto ankommt.
Oder sie grasen die ganze Zeit friedlich an der Seite und kurz, bevor man sie erreicht, laufen sie auf die Straße.
Auch Ziegen sind ziemlich dumme Verkehrsteilnehmer. Oft sind auf beiden Seiten der Straße grasende Ziegen zu sehen und kommt man mit dem Auto an ihnen vorbei, meinen einige jetzt doch noch schnell über die Straße laufen zu müssen.
Schafe sind da besser einzuschätzen. Sieht man eine Herde, die anfängt über die Straße zu gehen, folgen alle Tiere artig dem Leittier.
Kühe und Pferde gehen meisten etwas zur Seite, wenn man mit dem Auto auf sie zufährt, aber eine Wette würde ich dennoch nicht darauf abschließen.
In Bokspits, den letzten kleinen Ort, geht es nun weiter auf der B360. Das ist eine Gravel Road und ihr Zustand ist teilweise wirklich nicht gut.
Aber es sind nun nur noch 50 Kilometer bis zum Park und es ist gerade einmal 13:00 Uhr, somit kann ich langsam fahren.
Links neben der Straße verläuft der Nossob River, der Grenzfluss zwischen Botswana und Süd Afrika und auf der anderen Seite des Flusses ist die Süd Afrikanische Straße, natürlich asphaltiert.
Kurz vor dem Park verabschiedet mich Botswana so wie es mich nach der Ausreise aus Namibia empfangen hatte, mit einem sehr heftigen Regenschauer.
Zum Glück ist es nur ein kurzer Regenschauer und so kann ich mich relativ schnell in der Rezeption anmelden.
Die Anmeldung bei Sanparks ist immer etwas langwierig, auch wenn man bereits gebucht hat.
Man muss erst das Permit und die Anmeldung mit allen Daten ausfüllen und dreimal unterschreiben, das man alles gelesen.
Dann benötigen sie die Wild Card, tippen unendlich lange am Computer rum und schon darf man in den Park.
Ich muss noch schnell zum botswanischen Zollschalter und meine Ausreise aus Botswana sicherstellen.
Wieder das Visum ausfüllen, den Stempel in den Reisepass bekommen und mein Auto in dem ausliegenden Buch registrieren, das war es.
Draußen gibt es keine Kontrolle, die Schranke ist offen, ich kann einfach so in den Park fahren.
Das war der einfahste Grenzübergang auf meiner gesamten Tour.

  • Und was Sie betrifft, Treuer Leser …
    … lange Tage und angenehme Nächte!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.