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Leoparden

* Panthera pardus *


Der Leopard (Panthera pardus) ist nach dem Tiger, dem Löwen und dem Jaguar die viertgrößte Großkatze und haben in Afrika und Asien das weiteste Verbreitungsgebiet.

Leoparden sind extrem flexible und anpassungsfähige Tiere und bewohnen die verschiedensten Lebensräume wie Wälder, Buschland, die Savanne, in Halbwüsten und bis hinauf ins Gebirge.

Sie habe große Muskeln am Nacken und an den Schultern, kurze muskulöse Beine mit breiten Pfoten und einen langen, runden Schwanz. Ältere Männchen entwickeln besonders kräftige, breite Hälse, möglicherweise um den Rivalen zu beeindrucken.

Die Grundfarbe des Rücken und der Seite des Leoparden variiert je nach Lebensraum von hellgelb über rötlich bis rostbraun oder goldfarben, an der Unterseite ist das Fell heller bis weiß.

Der Kopf, der Hals, die Schultern, der Bauch, die Beine und der Schwanz sind schwarz gefleckt, wobei die Unterseite der Schwanzspitze weiß ist.

Das Fleckenmuster am Rücken und der Körperseite bestehen aus dunkelbraunen bis schwarzen Rosetten mit einer, von der Grundfarbe etwas dunkleren Inneren.

Die Ohren eines Leoparden sind klein und rundlich und haben auf der Rückseite schwarze Markierungen die im Zusammenhang mit der weißen Schwanzspitze als “Folge mir” Zeichen für Jungen dient.

Leoparden sichern ihre Beute oft in Bäumen, um sie nicht an größere Raubtiere zu verlieren.

Als spezielle Anpassung ist die Brust des Leoparden eher flach, denn die fassen ihre Beute am Hals und ziehen sie zwischen ihrer Vorderbeine.

Abschließend schleppen und ziehen sie ihre Beute bis zu einem geeigneten Baum und klettern mit ihr bis in mehrere Meter Höhe. Sie sind in der Lage, Beute bis zu ihrem eigenen Körpergewicht auf Bäume zu schleppen.

Lange, hakenartigen Krallen und seitlich verlagerte Schulterblätter ermöglichen das scheinbar mühelose Erklettern von Bäumen und steilen Felsen und machen den Leoparden zu einem der geschicktesten Kletterer.

Sie schaffen es sogar kopfüber abwärts zu klettern, haben ein enormes Sprungvermögen und sind gute Schwimmer.

Leoparden sind die typischen Einzelgänger, außer zur Paarung und wenn Weibchen Junge haben.

Sie leben in festen Revieren, wobei die der Männchen größer sind, als die der Weibchen.

Die Größe des Reviers hängt von der Verfügbarkeit der Beutetiere ab und schwankt zwischen 5 und 100 Quadratkilometern.

Weibchen wählen ihr Territorium anhand der Beutedichte und Verstecken aus, Männchen anhand der Verfügbarkeit von Weibchen, wobei ihr Territorium mehrere weiblichen Territorien umfasst.

Sowohl männliche als auch weibliche Leoparden verwenden Urin (nur Männchen sprühen) und defäkieren an auffälligen Stellen entlang territorialer Grenzen.

Männchen schaben im Boden während oder nach dem Urinieren, um den Geruch auf ihre Füße zu übertragen und so während der Patrouillengänge zu verteilen.

Auch reiben sie ihre Wangendrüsen an überhängende Vegetation entlang von Straßen und Wegen um über die Duftstoffe olfaktorische Botschaften zu übertragen.

Leoparden sind die ultimativen Opportunisten.

Obwohl sie im Wesentlichen nachtaktive Tiere sind, werden sie jede sich bietende Jagdmöglichkeiten auch am Tage ausnutzen.

Im Allgemeinen verbringen sie die heißesten Stunden des Tages damit Energie zu sparen und auf Bäumen, Felsvorsprüngen oder Aussichtspunkten auszuruhen und zu schlafen.

Jungtiere haben eine hohe Sterblichkeitsrate von bis zu 50%. Obwohl sie in dichten Büschen, Höhlen oder Löchern versteckt werden, werden sie oft von anderen Carnivoren gefunden und getötet.

Alle Säugetier-Prädatoren töten instinktiv, dadurch wird der Wettbewerb reduziert.

Hyänen sind eine besondere Bedrohung für Leoparden und in ihrem Clan im Vorteil gegenüber dem einzelnen Leoparden.

Bis die Jungen ungefähr 9,5 Monate alt sind werden sie versteckt, erst dann begleiten sie ihre Mutter auf die Jagd und jagen mit ungefähr 11 Monaten erstmals selber.

Die Jungen bleiben bis zu 18 Monate bei ihrer Mutter, werden aber noch länger toleriert, wenn sie nicht gleich in der Lage sind, ein eigenes Territorium zu besetzen.

Leoparden rollen sich oft im Kot anderer Tiere, der Grund für dieses Verhalten ist nicht geklärt.

Entweder wollen sie ihren eigenen Geruch für die Jagd überdecken oder als territorialen Akt ihren Geruch auf den Kot übertragen.

Panther sind schwarze Leoparden und nur eine genetische Variante des normalen gefleckten Leoparden und keine eigene Unterart.

Die schwarze Färbung des Fells wird durch einen Überschuss des Pigments „Melanin“ verursacht, wobei die typische Musterung leicht durchscheint und als Melanismus bezeichnet wird.